So lernt Ihr Kind richtig schwimmen

In Bremen lernen alle Kinder in der dritten Klasse das Schwimmen. Doch die Gewöhnung an das Wasser muss viel früher beginnen, raten Experten. Denn der Schwimmunterricht sollte auf Kenntnissen aufbauen, die aber oft fehlen. Die 5 wichtigsten Schritte, wie Eltern ihre Kinder rechtzeitig auf den Schwimmunterricht vorbereiten können.

1 Ab welchem Alter sollten Kinder schwimmen lernen?

Fünf bis sechs Jahre ist ein gutes Alter, um mit dem Schwimmen anzufangen. Die Wassergewöhnung ist sei dabei ein großer Punkt, erklärt Philipp Postulka, Sprecher des DLRG-Landesverbandes Bremen: "Wir glauben, wenn Eltern mit ihren Kindern schon früh ins Wasser gehen und diese ans Wasser gewöhnen, die Kinder dann im Unterricht schneller Fortschritte machen." Aber das Seepferdchen reicht als Qualifikation allein nicht aus. Die DLRG empfiehlt, das Schwimmabzeichen in Bronze abzulegen.

2 Wo lernt mein Kind am besten schwimmen?

Im Schwimmbad! Dort hat man eine gute Wasserqualität, entsprechende warme Becken, wie zum Beispiel das Wassergewöhnungs- oder das Lehrschwimmbecken. Dort kann das Kind bei niedrigen Wassertiefen das Medium Wasser entdecken und positive Einflüsse gewinnen. Gleichzeitig muss man aber auch immer klarmachen, dass das Wasser als solches auch gefährlich sein kann, und dass gerade das tiefe Becken für Nichtschwimmer nichts ist.

3 Wo gibt es überall Schwimmkurse?

Erfreulicherweise ist die Lage in Bremen sehr gut, denn das Angebot ist vielseitig. Es gibt die Bremer Bäder und viele Schwimmvereine, die ausbilden. Auch die DLRG hat ein breites Angebot in fast allen Bremer Bädern. Eine Übersicht gibt es hier:

4 Sollte mein Kind Schwimmflügel tragen?

Schwimmflügel sind eine trügerische Sicherheit. Man kann sie nutzen, man kann sie ausprobieren, aber grundsätzlich ist es so: Wenn die die Körperspannung beim Kind weg ist, dann geht es unter. Da helfen Schwimmflügel nicht. Die beste Sicherheit ist, schwimmen zu können.

5 Was sollte man auf keinen Fall machen?

Grundsätzlich gilt: Ins Wasser schubsen ist ganz gefährlich, weil das negative traumatische Ereignisse sind. DLRG-Sprecher Postulka: "Wir in den Schwimmkursen haben dann Probleme, die Kinder wieder ins Wasser zu bringen."

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. Juli 2017, 19:30 Uhr