Meinungsmelder

Fürs Klima verzichten Radio Bremen Meinungsmelder aufs Fliegen

In unserer Umfrage zeigen sich die Teilnehmer klimabewusst: Sie vermeiden Plastik im Alltag, fliegen weniger oder gar nicht mehr – und sehen die Verantwortung vor allem an einer Stelle.

Maike Schäfer im Gespräch im Studio von buten un binnen.

Die Verantwortung nicht bei anderen suchen, sondern bei sich selbst anfangen, wenn es um Klimaschutz geht – davon sind die meisten Teilnehmer der Radio-Bremen-Meinungsmelder-Umfrage überzeugt. 80 Prozent der Befragten finden sich in dem Satz "Jeder/jede hat die Pflicht, das Klima zu schützen" wieder. Und das setzen viele auch in die Tat um. Beispiel Flugreisen: Mehr als zwei Drittel der Befragten geben an, aus Klimaschutzgründen gar nicht mehr (34 Prozent) oder weniger zu fliegen (34 Prozent).

Unter dem Titel "Worauf würden Sie für den Klimaschutz verzichten?", wurde unter anderem gefragt, was die Teilnehmer für den Klimaschutz tun, was sie für die größten Klimasünden halten und wem eine Verantwortung zukommt, nachhaltig zu sein. An der Umfrage, die nicht repräsentativ ist, haben 885 Personen aus Bremen, Bremerhaven und dem niedersächsischen Umland teilgenommen.

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Insgesamt zeigte sich das Gros der Befragten sehr klimabewusst. Jeweils mehr als 60 Prozent sind sich sicher, dass Klimaschutz die Welt zu einem besseren Ort mache und dass die Bewegung "Fridays for Future" einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leiste. Dennoch sieht die Mehrheit der Befragten auch andere Instanzen in der Pflicht. Klimaschutz ist vor allem dann erfolgreich, wenn Wirtschaft und Industrie ihn ernst nehmen, meinen 71 Prozent der Teilnehmer. Demgegenüber glaubt nur die Hälfte an den Erfolg, wenn die Politik nationale Regeln festlegt und Gesetze erlässt. Als erfolgversprechender eingestuft werden Verhaltensänderungen jedes Einzelnen (69 Prozent).

Plastikmüll produzieren ist für die Teilnehmer der Umfrage die größte Klimasünde (31 Prozent), gefolgt von Flugreisen (22 Prozent) und Fleischkonsum (21 Prozent). Betrachtet man die Gruppe der jüngeren Befragten getrennt, so ergibt sich jedoch ein anderes Bild: 34 Prozent der Befragten unter 25 Jahre halten Fleischkonsum für besonders klimaschädlich vor Plastikmüll und Flugreisen.

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Um Plastikmüll zu vermeiden, haben viele der Befragten ihren Angaben zufolge bereits Routinen im Alltag: Ganze 90 Prozent geben an, beim Einkaufen immer eine eigene Tasche dabeizuhaben. Viele achten demnach darauf, nur unverpacktes Obst und Gemüse zu kaufen (68 Prozent). Die Nutzung eigener Trinkflaschen steht wiederum bei den jungen Befragten bis 25 Jahre hoch im Kurs: 81 Prozent trinken nach eigener Aussage aus einer Trinkflasche, um Plastikmüll zu vermeiden.

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Ob Flugreisen aus Klimaschutzgründen verteuert werden müssten, ist ein aktuell viel diskutiertes Thema. Mehr als die Hälfte der Umfrage-Teilnehmer wäre demnach bereit, bis zu 100 Euro mehr zu zahlen, um die Klimaschädlichkeit der Flüge auszugleichen. Ausgangspunkt war ein Hin- und Rückflug Bremen – Mallorca zu einem fiktiven Preis von 200 Euro. Einige Teilnehmer wollen nach eigenen Angaben sogar deutlich mehr ausgeben. Im Schnitt sind es rund 124 Euro Mehrkosten, die die Radio-Bremen-Meinungsmelder für den Klimaschutz auf den Tisch legen würden.

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  • Verena Patel

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 18. Juli 2019, 19:30 Uhr