Mehr Zuschüsse für psychologische Kinder-Betreuung bewilligt

  • Etwa fünf Millionen Euro für Unterstützung psychisch behinderter Kinder in 2018
  • Zahl der Anträge hat sich seit 2014 verzehnfacht
  • Betreuung beispielsweise bei Klassenfahrten wird so finanziert
Kindern paddeln im Kajak.
Mit den Zuschüssen werden psychisch behinderten Kinder beispielsweise Ausflüge ermöglicht (Symbolbild). Bild: DPA | F. Hecker/Blickwinkel

In Bremen werden immer mehr Zuschüsse beantragt, mit denen Kindern mit einer psychischen Behinderung geholfen wird. Seit 2016 wird im Bundesteilhabegesetz unter anderem vorgeschrieben, dass betroffene Kinder und Jugendliche psychisch betreut werden müssen. Kosten und Organisation werden dabei von den Kommunen getragen.

Individuelle Eins-zu-eins-Betreuung

Bremen veranschlagt für das vergangene Jahr etwa fünf Millionen Euro, um seelisch behinderten Kindern zu helfen. Den Betroffenen werden mit dem Geld Klassenfahrten, Tagesausflüge, und Ferienbetreuung bezahlt. Dabei handelt es sich immer um eine individuelle Eins-zu-eins-Betreuung. Um das alles zu koordinieren, gibt es seit Januar 6,5 zusätzliche Vollzeitstellen bei den zuständigen Behörden. Dazu zählen eine Casemanagerin, eine Psychologin, eine Sozialpädagogin, eine Verwaltungskraft und ein Mitarbeiter in der Abteilung wirtschaftliche Jugendhilfe.

Seit 2014 hat sich die Zahl der Anträge verzehnfacht und die Zahl der Bewilligungen liegt jetzt 17 Mal höher als noch vor vier Jahren. Das liegt unter anderem daran, dass die Schulen immer mehr Kinder anmelden, außerdem gibt es mehr Gutachten von Ärzten und Gesundheitsämtern, die diese spezielle Betreuung befürworten. Ein weiterer Grund ist der Ausbau der Inklusion.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 17. Januar 2019, 17 Uhr