So will Bremen mehr Menschen einbürgern

  • Bremen will neue Einbürgerungskampagne starten
  • Vorbild ist Hamburg
  • 36.000 Ausländer sollen angesprochen werden
Eine Frau hält einen Deutschen Reisepass in den Händen und lächelt.
Der Bremer Senat will mehr Menschen für den deutschen Pass gewinnen. Bild: DPA | Fabian Sommer

Bremen will eine neue Einbürgerungskampagne starten. Das Vorbild hierbei ist Hamburg: Die Hansestadt hat die Zahl der Einbürgerungen mit einer 2011 gestarteten Werbeaktion deutlich gesteigert. Der Bremer Senat will da jetzt nachziehen.

Rund 36.000 in Bremen lebende Ausländer erfüllen die Voraussetzungen für eine Einbürgerung. Das heißt, sie haben unter anderem eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis und ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache sowie der Rechts- und Gesellschaftsordnung – aber eben noch keinen deutschen Pass. Der aber sei Voraussetzung, um eine uneingeschränkte staatsbürgerliche Verantwortung für das Gemeinwesen zu übernehmen, heißt es in der Vorlage des Innenressorts.

Was man selbst mitgestaltet, damit identifiziert man sich auch.

Innenressort Bremen, schriftliche Mitteilung

Bis zu 60.000 Euro Kosten jährlich

Beim Hamburger Erfolgsrezept, das die Bremer jetzt übernehmen wollen, werden mögliche Neubürger mit persönlichen Briefen direkt angesprochen – und das gestaffelt über einen langen Zeitraum. So soll die Verwaltung in die Lage gebracht werden, die nach und nach eingehenden zusätzlichen Einbürgerungsanträge abzuarbeiten.

Drei Jahre soll die Kampagne laufen. Unterm Strich wird sie nach Einschätzung des Innenressorts pro Jahr zwischen 40.000 und 60.000 Euro kosten. Bundesweit hat sich die Einbürgerungsquote seit dem Jahr 2.000 nahezu halbiert – diese Entwicklung gilt auch für Bremen. In den letzten drei Jahren wurden dort jeweils rund 1.500 Menschen eingebürgert.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 23. Oktober 2018, 6 Uhr