Grünes Licht für neues Kriegsschiff: Bremer Lürssen-Werft beteiligt

  • Haushaltsausschuss des Bundestages genehmigt sechs Milliarden Euro für vier Mehrzweckkampfschiffe
  • Niederländische Damen-Werft wird die Schiffe in Hamburg bauen
  • Bremer Lürssen-Werft ist an Projekt beteiligt
Werksgelände der Werft Blohm+Voss in Hamburg
Das Werksgelände von Blohm + Voss in Hamburg. Hier sollen die neuen Mehrzweckkampfschiffe gebaut werden. Bild: Imago | Lars Berg

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat am Mittwoch sechs Milliarden Euro für den Bau von vier Mehrzweckkampfschiffen vom Typ MKS 180 genehmigt. Es handelt sich um den größten Marineauftrag dieser Art in der Geschichte der Bundeswehr. Die Schiffe sollen unter Federführung der niederländischen Damen-Werft vor allem bei Blohm und Voss in Hamburg gebaut werden. Als deutscher Partner beteiligt am Projekt ist die Bremer Lürssen-Werft, die Eignerin von Blohm und Voss.

Der Großauftrag hatte schon vor Baubeginn Auswirkungen auf die deutsche Werftenlandschaft. Es gab Kritik am Zuschlag für ein ausländisches Unternehmen. Die Kieler Werft German Naval Yard als übergangener Bewerber wollte klagen. Im Mai hatten die Lürssen-Werft und German Naval Yard dann angekündigt, ihren Marineschiffbau zusammenzulegen. Die Kieler Werft hatte ihre Klagedrohung daraufhin fallengelassen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 18. Juni 2020, 23:30 Uhr