Zukunft der insolventen Elsflether Werft bleibt weiter offen

  • Angeblich soll Bremer Lürssen-Gruppe die Elsflether Werft übernehmen
  • Werftengruppe äußert sich nicht zu entsprechenden Medienberichten
  • Im Fall der Übernahme würde Lürssen auch die Gorch Fock weiterbauen
Zwei Männer stehen am Eingangstor zum Betriebsgelände der Elsflether Werft.
Die Elsflether-Werft ist insolvent, Kaufinteressenten gibt es mehrere. Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam

Die Zukunft der insolventen Elsflether Werft ist weiter unklar. Bislang gibt es keine Hinweise auf eine bevorstehende Übernahme. Zuvor hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, dass die Bremer Lürssen-Gruppe den Zuschlag erhalten soll.

Die Lürssen-Werft äußerte sich trotz Nachfrage bislang nicht zu dem Gerücht. Auch der Sachverwalter der insolventen Elsflether Werft will sich mit Verweis auf die bestehende Vertraulichkeitserklärung nicht zum Stand der Gespräche äußern. Möglicherweise kommt nach der nächsten Sitzung des Gläubiger-Ausschusses Bewegung in die Verhandlungen. Die findet frühestens in vier Wochen statt.

Drei Werften haben Angebote abgegeben

Insgesamt hatten drei Werften ein Angebot für die Elsflether Werft abgegeben: Neben Lürssen noch Fassmer in Berne sowie "Abeking und Rasmussen" in Lemwerder. Die Elsflether Werft saniert das Segelschulschiff "Gorch Fock". Im Februar hatte die Werft Insolvenz beantragt. Gegen den früheren Vorstand und einen Mitarbeiter des zuständigen Marinearsenals wird wegen Korruptionsverdacht ermittelt.

Das Segelschulschiff wird seit 2016 auf der Elsflether Werft generalüberholt. Die ursprünglich auf zehn Millionen Euro angesetzten Kosten sind inzwischen auf 135 Millionen Euro angestiegen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 9. August, 2019, 16 Uhr