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Corona-Ticker (2. Juni): 11 weitere Infizierte im Land Bremen bekannt

Im Land Bremen sind nun 1.448 Infektionen mit dem Corona-Virus bekannt. In der Stadt Bremen gab es einen Anstieg um sechs, in Bremerhaven um fünf Fälle. Die Entwicklung im Liveticker.

Pflegerin mit Maske und Schutzhaube auf dem Stationflur der Isolierstation am Materialwagen.
27 Menschen müssen im Land Bremen derzeit stationär versorgt werden. Bild: Gesundheit Nord gGmbH | Kerstin Hase

+++ 11 weitere Infizierte im Land Bremen bekannt +++

Im Land Bremen sind nun 1.448 Infektionen mit dem Corona-Virus bekannt. In der Stadt Bremen gab es einen Anstieg um sechs, in Bremerhaven um fünf Fälle. Das hat die Senatorin für Gesundheit bei Twitter mitgeteilt. In der Stadt Bremen sind damit 1.316 Infektionen bekannt, in Bremerhaven 132. Genesen sind in der Stadt Bremen 1.073, das ist ein Anstieg um 28. In Bremerhaven gelten 73 als genesen, das ist einer mehr. Eine weitere Person ist in der Stadt Bremen verstorben. 27 Menschen müssen im Land Bremen derzeit stationär versorgt werden.

+++ 12.069 gemeldete Covid-19-Infektionen in Niedersachsen +++

12.069 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind in Niedersachsen bekannt. Insgesamt 597 an Covid-19 Erkrankte wurden als verstorben gemeldet. Genesen sind in Niedersachsen nach einschlägiger Hochrechnung 10.426 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle. Das entspricht 86,4 Prozent. In niedersächsischen Kliniken werden derzeit 360 mit dem Virus infizierte Patientinnen und Patienten behandelt.

+++ Weitere Hilfen für Kulturschaffende in Bremen +++

Für Kulturschaffende im Land Bremen soll es weitere Corona-Hilfen geben. Der Senat hat beschlossen, das entsprechende Sofortprogramm fortzusetzen. Für notleidende Künstler und andere Kultur-Beschäftigte stehen demnach für die Zeit von Juni bis August insgesamt 750.000 Euro aus dem "Bremen Fonds" bereit, dem Hilfspaket des Landes gegen die Folgen der Coronakrise. Laut Senat ist ein einmaliger Zuschuss von bis zu 3.000 Euro pro Antragsteller geplant. Das bisherige Hilfsprogramm war Ende Mai ausgelaufen.

+++ Experten kritisieren Diskriminierung Behinderter in der Corona-Krise +++

Experten aus der Behindertenhilfe in Bremen kritisieren, dass Menschen mit Behinderungen in der Corona-Krise diskrininiert werden. "Allerorten sollen Lockerungen die Rückkehr zur Normalität bewirken, aber Menschen mit Beeinträchtigung bleiben außen vor", mahnte Thomas Bretschneider, Vorstand des Behindertenhilfe-Trägers Martinsclub. So dürften sich Menschen aus verschiedenen
Haushalten wieder besuchen, doch "für Bewohner betreuter Wohnformen gelten strengere Regeln". Ihnen drohe beim Verlassen ihrer Einrichtung eine 14-tägige Quarantäne auf ihrem Zimmer.

+++ "Werkstätten" können Betrieb stufenweise weiter ausweiten +++

Anerkannte Werkstätten für Menschen mit Behinderungen können unter Voraussetzungen ab Montag, 8. Juni stufenweise wieder den regulären Betrieb aufnehmen. Bislang sind Betreuung und Beschäftigung nur in Notfällen möglich. Voraussetzung für die Wiederaufnahme des Betriebs ist neben dem Vorliegen eines Hygienekonzepts auch die Einwilligung des behinderten Menschen selbst sowie, sofern dieser unter Rechtlicher Betreuung steht, auch deren Zustimmung.

+++ Weiteres Cluster durch Familienfeier in Bremerhaven +++

Im Zusammenhang mit einer Familienfeier zum Zuckerfest liegt es nahe, dass es in Bremerhaven ein zweites Cluster mit Covid-19-Infektionen gibt. Aktuell sind elf Fälle im familiären Zusammenhang positiv bestätigt, fünf weitere Kontaktpersonen, alle wohnhaft in Bremerhaven, sind in häuslicher Quarantäne. Das hat der Magistrat der Stadt mitgeteilt. Zwei betroffene Kinder aus diesem Cluster sind vergangene Woche im Unterricht gewesen. Schüler und Lehrer wurden als mögliche Kontaktpersonen identifiziert. Der Schulunterricht in den Teilklassen wurde ausgesetzt, bis Testergebnisse vorliegen.

+++ Stadionbad startet in die Freibadsaison +++

Das Schwimmbecken des Stadionbades in Bremen.
Das Stadionbad öffnet als erstes der Bremer Bäder wieder.

In Bremen beginnt am 8. Juni die Freibadsaison. Dann öffnet als erstes der Bremer Bäder wieder das Stadionbad. Das Freibad Blumenthal und die Außenbereiche des Schloßparkbades und des Westbades folgen ab dem 15. Juni. Wer schwimmen gehen möchte, muss Tickets vorher kaufen. Diese sind in Zeitzonen eingeteilt, das Schwimmen wird zeitlich begrenzt. Aktionsflächen zum Fußballspielen sowie die Duschen und Umkleiden bleiben gesperrt sind, Duschen im Außenbereich und WC-Anlagen können genutzt werden. Außerdem muss ein Abstand von eineinhalb Metern eingehalten werden. Eine Maskenpflicht besteht im gesamten Bad, Ausnahmen sind die Becken und die Wege dorthin.

+++ Offene Gästelisten in Kneipen nicht erlaubt +++

Bremens Datenschutzbeauftragte Imke Sommer hat mit Blick auf die Corona-Auflagen für Kneipen und Restaurants vor offenen Gästelisten gewarnt. Derartige Listen seien verboten und nicht rechtmäßig, weil Gäste Informationen über andere Gäste lesen und schlimmstenfalls sogar fotografieren könnten. Jeder einzelne erwachsene Gast müsse ein eigenes Formular bekommen oder einzeln befragt und die Antworten anschließend notiert werden. Einzelerfassungen verhinderten Stalking im Netz oder per Telefon.

+++ 33 weitere Corona-Infektionen über Pfingsten

Eine Hand mit Schutzhandschuh hält ein verschlossenes Reagenzglas mit der Aufschrift Covid-19.
Über Pfingsten wurden 33 weitere Corona-Fälle im Land Bremen bestätigt. Bild: DPA | ANE

Über das Pfingstwochenende sind im Land Bremen weitere 33 bestätigte Corona-Fälle gemeldet worden, 18 davon in Bremen und 15 in Bremerhaven. Die Gesamtzahl der Infizierten im Land Bremen liegt damit jetzt bei 1.437. Die Zahl der Genesenen ist ebenfalls gestiegen. Sie liegt bei 1.117. Damit sind aktuell im Land Bremen 279 Menschen offiziell mit dem Corona-Virus infiziert. Den Tag über hatten wir abweichende und nicht korrekte Zahlen vermeldet, weil dem Gesundheitsamt bei der Berechnung ein Fehler unterlaufen war.

+++ Menschen in der Region nutzen den ÖPNV wieder mehr +++

Die Menschen in der Region nutzen wieder häufiger öffentliche Verkehrsmittel. Das hat eine Nachfrage von buten un binnen bei den verschiedenen Unternehmen ergeben. Allerdings fährt im Vergleich zu der Zeit vor der Corona-Pandemie nur rund die Hälfte mit Bussen und Bahnen.

+++ Zahl der Kurzarbeiter steigt auf Rekordwert +++

Wegen der Corona-Krise ist die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland dem Ifo-Institut zufolge im Mai auf 7,3 Millionen gestiegen. "Diese Zahl war noch nie so hoch", sagte Ifo-Arbeitsmarktexperte Sebastian Link. "In der Finanzkrise lag der Gipfel der Kurzarbeit im Mai 2009 bei knapp 1,5 Millionen Menschen." Ursprünglich wurden von den Unternehmen sogar 10,1 Millionen Beschäftigte angemeldet. Tatsächlich seien davon 71,6 Prozent in Kurzarbeit geschickt worden, ergab die Auswertung einer Umfrage unter Tausenden Unternehmen.

+++ Großer Touristenandrang am Pfingstwochenende +++

Am Pfingstwochenende sind viele Touristen an die niedersächsische Nordseeküste gereist. In Cuxhaven habe es eine große Nachfrage nach Ferienwohnungen und Stellplätzen für Wohnmobile gegeben, sagte Wolf-Dieter Schink, Geschäftsführer der Cux-Tourismus GmbH am Montag. Der Andrang sei in diesem Jahr wegen der vorherigen Corona-Reisebeschränkungen besonders hoch gewesen.

Darunter seien auch viele Tagesgäste gewesen. Etliche Besitzer von Wohnmobilen hätten Probleme gehabt, noch einen Stellplatz zu finden. Die Menschen hätten sich aber an die Mindestabstände gehalten, sagte Schink. Der Oberbürgermeister von Cuxhaven, Uwe Santjer (SPD), hatte zuvor an Tagestouristen appelliert, zu Pfingsten noch auf Ausflüge in die Küstenstadt zu verzichten.

Das sagen die Bremer zum Immunitätsausweis

Video vom 1. Juni 2020
Interview mit zwei Frauen, die ein Mundschutz tragen in der Innenstadt.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 2. Juni 2020, 19:30 Uhr