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Corona-Ticker (1. Juni): Großer Touristenandrang an der Nordseeküste

Zahlreiche Menschen haben das sonnige Pfingstwochenende in Cuxhaven und Umgebung verbracht, darunter auch viele Tagesgäste. Die Entwicklung im Liveticker.

Strandkörbe und Watt in Cuxhaven.
Bestes Pfingstwetter lockte viele Touristen an die Küste (Archivbild).

+++ Rechtswissenschaftler hält Immunitätsausweis für verfassungswidrig +++

Die Diskussion um einen Corona-Immunitätsausweis gehen weiter. Mit einem solchen Dokument könnten Corona-Genesene beispielsweise ohne Maske einkaufen oder ins Restaurant gehen, ohne ihre Daten hinterlegen zu müssen. Der Rechtswissenschaftler Volker Boehme-Neßler von der Universität Oldenburg hält einen solchen Immunitätsausweis für verfassungswidrig und warnt vor "sozialem Sprengstoff". Menschen würden aufgrund ihres Gesundheitszustand klassifiziert und kategorisiert, was sich laut Boehme-Neßler nicht mit der durch das Grundgesetz geschützten Menschenwürde vereinbaren ließe.

+++ 22 neue Corona-Fälle in Niedersachsen +++

Niedersachsen meldet 22 neue bestätigte Corona-Infektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Fälle seit Beginn der Pandemie auf 12.021. Es gibt einen weiteren Todesfall. Insgesamt sind in Niedersachsen 597 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben. Genesen sind in Niedersachsen laut Hochrechnung 10.345 der bislang gemeldeten Fälle. Das entspricht 86,1 Prozent.

+++ Großer Touristenandrang am Pfingstwochenende +++

Am Pfingstwochenende sind viele Touristen an die niedersächsische Nordseeküste gereist. In Cuxhaven habe es eine große Nachfrage nach Ferienwohnungen und Stellplätzen für Wohnmobile gegeben, sagte Wolf-Dieter Schink, Geschäftsführer der Cux-Tourismus GmbH am Montag. Der Andrang sei in diesem Jahr wegen der vorherigen Corona-Reisebeschränkungen besonders hoch gewesen.

Darunter seien auch viele Tagesgäste gewesen. Etliche Besitzer von Wohnmobilen hätten Probleme gehabt, noch einen Stellplatz zu finden. Die Menschen hätten sich aber an die Mindestabstände gehalten, sagte Schink. Der Oberbürgermeister von Cuxhaven, Uwe Santjer (SPD), hatte  zuvor an Tagestouristen appelliert, zu Pfingsten noch auf Ausflüge in die Küstenstadt zu verzichten. 

+++ Bremer Virologe warnt vor zu großen Erwartungen an Impfstoff +++

Der Bremer Virologe Andreas Dotzauer zweifelt, ob es wirklich schon im nächsten Jahr einen Impfstoff gegen das Corona-Virus geben wird. Einen wirksamen Impfstoff zu entwickeln sei aufwändig und dauere normalerweise deutlich länger als zwei bis drei Jahre, nämlich eher zehn bis 25. Das Versprechen mehrerer Firmen, bereits im kommenden Jahr einen Impfstoff auf den Markt zu bringen, hält Dotzauer deshalb für "sehr, sehr optimistisch".

+++ Telefonische Krankschreibung ab heute nicht mehr möglich +++

Wer eine Krankschreibung braucht, muss dafür ab heute wieder zum Arzt. Die Sonderregelung für telefonische Krankschreibungen wegen der Corona-Krise ist ausgelaufen. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen hatte das bereits Mitte Mai beschlossen. Die befristete Ausnahmeregelung war in den vergangenen Monaten mehrmals verlängert worden, um Ansteckungsmöglichkeiten zu verringern und Arztpraxen zu entlasten. Der Bundesausschuss begründet das Auslaufen der Regelung auch damit, dass inzwischen die Ausstattung mit Masken und anderer Schutzausrüstung weitestgehend gewährleistet sei

+++ Neue Corona-Lockerungen treten in Kraft +++

In Bremen und Bremerhaven sind wieder private Veranstaltungen unter bestimmten Auflagen zugelassen. Das hatte der Senat in der vergangenen Woche beschlossen. Maximal 20 Menschen dürfen sich nun zu Feiern oder Seminaren in geschlossenen Räumen treffen und bis zu 50 unter freiem Himmel auf privaten Grundstücken, wenn dabei die Abstandsregeln eingehalten werden. Verboten bleiben jedoch Veranstaltungen und größere Treffen auf öffentlichem Grund zum Beispiel in Parks oder an Seen.

+++ Aktueller Kenntnisstand: Nicht Gottesdienst für Ausbruch verantwortlich +++

Im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Corona-Virus in einer freikirchlichen Gemeinde in Bremerhaven warnt der Krisenstab der Stadt vor Diskriminierung Gläubiger. Nach derzeitigem Kenntnisstand hätten keine Gottesdienste zur Verbreitung beigetragen, sondern familiäre und soziale Kontakte, teilte die Stadt Bremerhaven mit.

+++ Corona-Tote: Bremer Forscher fordert kleinere Pflegeheime +++

Fast 60 Prozent der Corona-Toten in Bremen lebten in Pflegeheimen. Ein Drittel sind es bundesweit. Laut dem Bremer Alterns- und Pflegeforscher Stefan Görres müsste man kleine, kommunale Pflegeheime bauen. Dafür sollte man Investoren mit ins Boot holen.

Schutz vor Corona: Wie Kirchen in Bremen Pfingsten feiern

Video vom 30. Mai 2020
Leere, weiße Kirchenbänke. Im Hintergrund Fenster aus Buntglas.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 1. Juni 2020, 19:30 Uhr