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Corona-Ticker (13. Mai): 27 neue Corona-Fälle in Bremen

Insgesamt sind damit 1.106 Infektionen mit dem Coronavirus in Bremen bestätigt. Die Zahl der Genesenen stieg laut Gesundheitsressort um 16. Die Entwicklungen im Ticker.

Corona-Test im Labor
Landesweit wurden in Bremen 27 weitere Infektionen registriert. Bild: Imago | ZUMA Wire

Das war der Liveticker vom 13. Mai. Hier finden Sie den Liveticker vom 14. Mai:

+++ Corona-Update aus Bremerhaven +++

Wie ist der Stand der Dinge in Bremerhaven? Aus dem Radio Bremen-Studio berichtet Catharina Spethmann von den Neuigkeiten in der Corona-Krise.

Video vom 13. Mai 2020
Moderator János Kereszti im Studio von buten un binnen, im Hintergrund ist Reporterin Catharina Spethmann zu sehen.
Bild: Radio Bremen

+++ 27 Neuinfektionen im Land Bremen gemeldet +++

Im Land Bremen wurden 27 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Wie die Gesundheitsbehörde mitteilt, entfallen sie alle auf die Stadt Bremen. Höher lag die Zahl der Neuinfektionen zuletzt am 7. Mai, als 30 Neuinfektionen gemeldet worden waren.

Insgesamt sind aktuell 1.106 bestätigte Infektionen registriert. Die Zahl der Genesenen stieg um 16 auf 649 im Land – 13 in Bremen und drei in Bremerhaven. Außerdem wurde ein neuer Todesfall aus Bremen gemeldet. Insgesamt 36 Menschen sind somit im Land Bremen an dem Virus gestorben.

In Bremen haben sich damit in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner 22 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert, in Bremerhaven sind es zehn. Ab 50 Fällen sind wieder regionale Maßnahmen zur Eindämmung gefordert. Bremen würde diese Marke reißen, wenn sich an sieben Tagen in Folge täglich 41 Menschen neu infizieren würden – in Bremerhaven liegt die Schwelle bei acht Fällen pro Tag.

+++ Niedersachsen will Tourismus-Branche stärker fördern +++

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) forderte im niedersächsischen Landtag vom Bund, die Soforthilfe wegen der Corona-Krise zu verlängern. Er werde sich dafür einsetzen, dass auch die Landesregierung ihre Hilfen aufstockt. Die sogenannte Wiederbelegungsfrist für Hotelbetriebe will Wirtschaftsminister Althusmann streichen. Ab dem 25. Mai dürfen Hotels wieder öffnen – ursprünglich war geplant, dass Zimmer nur alle sieben Tage neu belegt werden dürfen. Bei kürzeren Buchungen hätten die Unterkünfte dann für die restliche Zeit leer stehen müssen. Althusmann will darauf verzichten, denn ohnehin dürften Hotelbetriebe zunächst nur maximal zur Hälfte belegt sein. Der Tourismus in Niedersachsen läuft seit gestern nach und nach wieder an, bislang noch mit Einschränkungen.

+++ Kaum Mietsäumnisse bei der Gewoba +++

Wegen der Corona-Krise gibt es beim größten Bremer Wohnungsunternehmen Gewoba aktuell kaum Probleme mit nicht gezahlten Mieten. Demnach hatten im April etwa 500 Mietparteien finanzielle Probleme in Folge der Pandemie angegeben, das ist nur gut ein Prozent. Derzeit würden keine Mahnungen verschickt. Die Gewoba schließt Kündigungen der Mieter in ihren insgesamt etwa 42.000 Wohnungen im Land Bremen und in Oldenburg bis mindestens Ende August aus.

 

+++ Arbeiter des Schlachthofs in Bremerhaven werden nicht pauschal getestet +++

Laut Gesundheitsressort ist es erst einmal nicht geplant, pauschal alle Schlachthof-Mitarbeiter auf das Coronavirus zu testen. Der einzige Schlachthof des Landes befindet sich in Bremerhaven. Dort sind einem Ressort-Sprecher nach derzeit keine Probleme wie in Niedersachsen bekannt. Dem Schlachthof zufolge gebe es auch keine vom Arbeitgeber organisierten Sammel-Unterkünfte oder Sammel-Transporte. Demnächst will die Gewerbeaufsicht den Schlachthof kontrollieren. Corona-Infektionen oder Verdachtsfälle sind dort laut Ressort bisher nicht bekannt.

+++ Nordländer fordern Corona-Hilfen für Werften +++

Die Wirtschaftsressorts der norddeutschen Bundesländer haben die Bundesregierung aufgefordert, konkrete Maßnahmen zur Stabilisierung der Werften in der Corona-Krise zu ergreifen. Dazu könnte eine beschleunigte öffentliche Beschaffung von Schiffen gehören, heißt es einem gemeinsamen Appell der Minister und Senatoren, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Bundesregierung soll sich zudem für die Einrichtung eines möglichst europäischen Förderprogramms zur Flottenerneuerung einsetzen. 

Deutsche Schiffbauwerften hätten sich bislang trotz struktureller Herausforderungen erfolgreich auf Nischenmärkte wie Kreuzfahrtschiffbau, Passagierschiff- und Jachtbau spezialisiert, heißt es in dem Appell. "Durch die Covid-19-Pandemie sind nun diese Nischenmärkte eingebrochen. Analysten rechnen mit einem Ausfall in der globalen Schiffbauproduktion von bis zu 70 Prozent in 2021", schreiben die Minister und Senatoren. Von diesen Entwicklungen sind rund 100.000 Beschäftigte auf den Werften und bei der Zulieferindustrie betroffen. Die schiffbaulichen Kompetenzen in Deutschland müssten erhalten bleiben.

+++ Röwekamp fordert: "Hilfe wirtschaftlich sinnvoll einsetzen" +++

Bovenschulte dankte in seiner Regierungsansprache der Opposition für ihre Unterstützung in der Krise. Dieses Lob gab der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Röwekamp zurück: "Sie haben einen guten Job gemacht". Kritisch äußerte er sich aber zum 1,2 Milliarden Euro Paket, das der Senat in die Corona geschwächte Wirtschaft pumpen will. Röwekamp betonte, man müsse es wirtschaftlich sinnvoll einsetzen für die Autobranche und Stahlbranche, Raumfahrt oder Schiffbau. Nichts desto trotz schloss er mit den Worten, Länder und Bund hätten fast ausnahmslos einen guten Weg aus der Krise gefunden.

+++ Bovenschulte fordert Lastenausgleich +++

"Wir brauchen einen Lastenausgleich", sagt Bovenschulte. Bei großen Herausforderungen sei es eine schlichte Notwendigkeit, dass die Menschen, denen es noch gut gehe, einen größeren Teil der Last tragen. Die Bremer müssten sich solidarisch zeigen – und dann sei er zuversichtlich, dass diese Krise zu bewältigen sei.

Bürgermeister Bovenschulte fordert Lastenausgleich

Video vom 13. Mai 2020
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte während einer Plenarsitzung der Bremischen Bürgerschaft.
Bild: Radio Bremen

+++ Digitalisierung muss weiter ausgebaut werden +++

Der Bremen-Fonds soll die Auswirkungen der Corona-Pandemie möglichst gut auffangen. Verbessert werden müsse dadurch unter anderem die Digitalisierung, das Gesundheitssystem und auch der Klimaschutz – das seien gerade auch für die Gesellschaft nach der Corona-Pandemie wichtig, so Bovenschulte in seiner Regierungserklärung.

+++ Bovenschulte sieht viele verschiedene Positionen zu den Lockerungen in Bremen +++

In Bremen gebe es sehr viele unterschiedliche Positionen zu den Lockerungen. Für einige gehe es zu schnell, anderen könne es nicht schnell genug gehen, so Bovenschulte. Die Situation der Menschen sei sehr unterschiedlich – und oft auch belastend. Als Beispiel nannte er Familien aber auch die Bewohner von Altenheimen.

Zwischen den Geschlechtern sei in der Krise ein großer Unterschied festzumachen – denn oft seien Frauen in der Care-Arbeit. Sowohl zu Hause als auch in pflegenden Berufen. "Wir müssen aus den Erkenntnissen dieser Krise lernen. Es gehört zur Wahrheit dazu, dass die Auswirkungen der Krise viel auf dem Rücken der Frauen ausgetragen werden", sagt Bovenschulte. Der Senat wünsche sich eine dauerhafte Aufwertung für die Pflegeberufe – nicht nur eine einmalige Bonuszahlung.

+++ Monitoring-System ist wichtig – doch Bovenschulte kritisiert die Art der Notbremse +++

Ein einheitliches System zur Überwachung der Corona-Zahlen sei wichtig, so Bovenschulte. Doch Kritik habe er an Art, wie die Notbremse eingeführt und konstruiert worden wäre. Bovenschulte ruft dazu auf, weiterhin konsequent zu bleiben und wünscht sich "Selbstdisziplin aus Gründen des Gemeinwohls" von den Menschen im Land Bremen.

+++ Schritte in Richtung Normalität: Schüler und Schülerinnen schnell wieder in die Schule +++

Weitere Schritte in Richtung Normalität sind gestern vom Senat getätigt worden, sagt Bürgermeister Bovenschulte. Der Bremer Weg unterscheide sich nicht grundsätzlich von dem in Niedersachsen. "Uns ist es vor allem wichtig, dass alle Schüler und Schülerinnen schnell wieder in die Schulen kommen", sagt Bovenschulte.

+++ Bovenschulte: Eigene Entscheidungen in den Bundesländern der richtige Weg +++

Da die Lage in den verschiedenen Bundesländern und Kommunen so unterschiedlich ist, sei es wichtig, dass eigenständige Entscheidungen getroffen werden könnten, so Bürgermeister Bovenschulte. Auch Bremen werde seine eigenen Entscheidungen suchen und finden – immer angepasst an die aktuelle Situation und an die Corona-Infektionszahlen.

+++ Bovenschulte: Koalition handelt bei Erstaufnahmeeinrichtug verantwortlich +++

Die Bedingungen in der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Bremen-Vegesack seien sehr schwierig, so Bovenschulte. Und obwohl die Fallzahlen dort hoch seien, sei ein umfangreiches Maßnahmenkonzept umgesetzt worden. "Ich bin der Überzeugung, dass wir als Koalition verantwortlich handeln", sagt Bovenschulte.

+++ Bürgermeister hält zweite Regierungserklärung vor der Bremischen Bürgerschaft +++

"Ich habe noch nie in meinem Leben eine solche dramatische Veränderung des Lebens mitgemacht", sagt Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Daran habe sich auch in den vergangenen sieben Wochen nicht viel geändert.

Auch, wenn die Krankenhäuser nicht überlastet wären, wäre es fatal jetzt einfach zur Tagesordnung überzugehen, so Bovenschulte. "Wir können heute sagen: Alle Kranken haben eine medizinische Versorgung bekommen", sagt Bovenschulte. Doch jetzt dürfte man sich nicht in trügerischer Sicherheit wiegen, betont der Bürgermeister.

Wichtig sei es, dass Bund und Länder in der Krise eng zusammenarbeiten – und das sei in Bremen passiert. "Wichtig ist es in der Krise, bundestreu zu sein", so Bovenschulte. Auch über die Parteigrenzen hinaus.

+++ Beerdigungen und Trauerfeiern immer noch eine Ausnahmesituation +++

Trotz der jüngsten Lockerungen sind Beerdigungen und Trauerfeiern nach Ansicht des Generalsekretärs des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, Stephan Neuser, noch weit von Normalität entfernt. Die widrigen Umstände und alle damit verbundenen Begleiterscheinungen im Rahmen der Corona-Krise hätten Bestatter und Angehörige vor sehr große Herausforderungen gestellt, sagte Neuser.

Das Furchtbare an dieser Krise seien die Beschränkungen bei der Abschiednahme, fügte Neuser hinzu. Auch wenn es jetzt Lockerungen und Öffnungen gebe, sei die Situation noch "absolut anders als vor der Krise". Nach wie vor könnten sich die Menschen im Trauerfall nicht umarmen, nicht kondolieren, sich nicht an die Hand nehmen. Insofern bleibe es nach wie vor schwierig für die Angehörigen, sich nicht allein zu fühlen.

Die Versorgung der Bestattungsunternehmen mit Schutzkleidung und Desinfektionsmitteln während der Corona-Krise habe sich nur bedingt verbessert, sagte Neuser weiter. Es gebe aber auch positive Beispiele aus einzelnen Bundesländern wie Bremen, Berlin und Thüringen, wo Bestatter an den Länderbestellung von Schutzausrüstungen partizipieren konnten.

Auch wenn jetzt die meisten Trauerhallen unter Einhaltung der Abstandsregeln wieder offen sind und die Teilnehmerbegrenzungen aufgehoben oder zumindest erhöht wurden, bleibe es weiter eine Ausnahmesituation. Obwohl die Möglichkeit besteht, eine Trauerfeier zu verschieben, sollte man es "nicht ins Unendliche hinauszögern", sagte Neuser. Wer eine Trauerfeier zu lange hinausschiebe, könne nicht richtig abschließen.

+++ Worst-Case-Plan der DFL für Saisonabbruch: Meister und zwei Absteiger +++

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat einem Medienbericht zufolge ein Notfallszenario für den Fall eines Saisonabbruchs entworfen. Sollte die Spielzeit aus rechtlichen Gründen nicht zu Ende gebracht werden können, solle die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Tabelle gewertet werden, berichtete die "Bild"-Zeitung. Damit könnte ein Meister gekürt werden, es gäbe jeweils zwei feste Absteiger und keine Aufstockung der Ligen.

Über diese Modalitäten wolle die DFL die 36 Clubs bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag abstimmen lassen, hieß es weiter. Aktueller Bundesliga-Tabellenführer vor dem angestrebten Wiederbeginn an diesem Samstag ist der FC Bayern München, die direkten Abstiegsplätze belegen derzeit Werder Bremen und der SC Paderborn. Offen ist, was passiert, wenn Clubs eine unterschiedliche Anzahl an Spielen absolviert haben.

+++ VW drosselt seine Produktion erneut +++

Der VW-Konzern hat angekündigt, wegen des Verkaufseinbruchs in der Corona-Krise die Arbeit an manchen Standorten wieder herunterzufahren. Im Stammwerk Wolfsburg soll die Produktion von drei Modellen vorerst an vier Tagen komplett ruhen. Zudem soll die Möglichkeit von Kurzarbeit verlängert werden.

Erst Ende April hatte Volkswagen an mehreren Standorten in Deutschland und Europa damit begonnen, die Arbeit nach dem Corona-Lockdown wieder hochzufahren. Aber noch immer sind etwa ein Drittel der rund 80.000 Beschäftigten in Deutschland, die wegen der Corona-Pandemie in Kurzarbeit sind, noch nicht an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt, heißt es in einem Interview mit dem VW-Manager Meiswinkel im VW-Intranet.

Der gesamten Branche macht nach wie vor die Corona-Krise zu schaffen. Lange waren neben der Produktion auch die Autohäuser dicht – nun sind die Lager voll, während viele Verbraucher größere Ausgaben scheuen. Die Neuzulassungen sind in vielen Märkten auf einem Rekordtief. In Deutschland verkaufte Volkswagen im vergangenen Monat gut zwei Drittel weniger Autos als im April vergangenen Jahres.

+++ Bovenschulte gibt Regierungserklärung zur Corona-Krise ab +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) gibt am Mittwochvormittag um 10 Uhr in der Bürgerschaft eine aktuelle Lageeinschätzung zu den wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie ab. In seiner Regierungserklärung wird er auch auf das vom Senat bereits geschnürte Maßnahmenpaket von insgesamt 1,2 Milliarden Euro eingehen, über das die Bürgerschaft voraussichtlich nächste Woche im Rahmen der Haushaltsdebatte entscheidet.

Es wird erwartet, dass er auch seine Forderung nach einem Lastenausgleich unterstreicht. Es ist Bovenschultes zweite Regierungserklärung zur Corona-Krise. Das Landesparlament tagt aufgrund der geltenden Hygienebestimmungen erneut in der Messehalle 7. Dort sind die Abgeordnetentische mit entsprechendem Abstand aufgestellt. Die Sitzung wird live im Internet übertragen.

+++ Besuchsverbot in Altenheimen wird ab heute gelockert +++

Das Besuchsverbot in bremischen Alten- und Pflegeheimen wegen der Gefahr von Corona-Infektionen wird ab heute gelockert. Das hat der Bremer Senat am Dienstag beschlossen. Nicht alle Heime in Bremen und Bremerhaven können die Öffnung aber sofort umsetzen. Und es gibt auch Kritik am schnellen Vorgehen der Regierung.

Die Auflagen für Besuche sind strikt: Es gelten das Abstandsgebot von zwei Metern sowie die Corona-Hygieneregeln. Nur einzelne Gäste dürfen kommen, eine Gesichtsmaske ist Vorschrift, Essen ist nicht erlaubt. Bei der Landesarbeitsgemeinschaft, die für die Heime der bremischen Wohlfahrtsverbände zuständig ist, ist man skeptisch. Mit der Öffnung für Besucher wachse auch das Infektionsrisiko, warnt Vorstandssprecher Arnold Knigge. Bis zum 25. Mai sollen die Heime in Bremen und Bremerhaven jetzt Konzepte vorlegen, wie sie die Auflagen erfüllen und Besuche sicher durchführen können. Einrichtungen, die schon Pläne fertig haben, können sofort loslegen.

+++ Doppelt so viele Genesene wie neue Erkrankte im Land Bremen an einem Tag +++

Im Land Bremen haben sich 1.079 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. Das sind 20 mehr als am Montag. 996 entfallen auf die Stadt Bremen, 83 auf Bremerhaven. In der Stadt Bremen gab es einen Anstieg um 18, in Bremerhaven 2 neue Erkrankte. Gute Nachricht: Es sind fast doppelt so viele Menschen an einem Tag genesen, wie neu erkrankt. Im Land gelten 633 Menschen als genesen, davon in der Stadt Bremen 602 und 31 in Bremerhaven. Das sind in der Stadt Bremen 39 und in Bremerhaven eine Person mehr.

Eine Person starb in Bremerhaven. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 35 im Land Bremen. 32 Menschen starben in der Stadt Bremen, drei in Bremerhaven.

+++ Gericht lehnt Anträge gegen Corona-Maßnahmen ab +++

Das Bremer Oberverwaltungsgericht hat zwei Eilanträge gegen die Corona-Rechtsverordnungen abgelehnt. Zum einen wollte der Betreiber eines Fitnessstudios die Öffnung seines Studio erreichen. Die Richter aber halten die Regelung des Senats im Sinne des Infektionsschutzgesetzes für verhältnismäßig, da sich persönliche, körpernahe Kontakte in einem Fitnessstudio kaum vermeiden ließen.

Zudem hatten mehrere Personen einen Eilantrag gegen die sogenannte Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Geschäften eingereicht. Darin wurde unter anderem bemängelt, dass Mund-Nasen-Bedeckungen Neuinfektionen nicht vermeiden würden. Das Oberverwaltungsgericht kommt dagegen zu einem anderen Schluss: Mit Verweis auf eine Bewertung des Robert Koch-Instituts könne auch eine einfache Textil-Maske infektiöse Tröpfchen abfangen. Auch würde durch die Verordnung die freie Entfaltung der Persönlichkeit nicht unverhältnismäßig eingeschränkt.

+++ Kontaktverbot bleibt – Treffen zwischen zwei Haushalten möglich +++

Der Bremer Senat hat einige Beschränkungen aufgrund der Corona-Krise gelockert. In Sozialen Medien führte dies zu zahlreichen Fragen. Nun stellt das Gesundheitsressort auf Nachfrage von buten un binnen klar: Das Kontaktverbot bleibt im Grunde so bestehen, wie es in der Verordnung vom 5. Mai beschlossen wurde. Die heute genannten Punkte sind weitere Ausnahmen dieser Verordnung.

Außerdem sind in Bremen ab heute, 13. Mai, Zusammenkünfte von Angehörigen aus zwei Haushalten erlaubt. Dabei spielt es keine Rolle, um wie viele Menschen es sich handelt. Natürlich gilt in allen Situationen: Abstand halten! "Die Devise ist: Abstand ist die beste Schutzmöglichkeit vor Infektionen", sagte der Sprecher des Gesundheitsressorts, Lukas Fuhrmann, zu buten un binnen.

Tatsächlich ist diese Regelung auch nicht auf einen Zeitraum beschränkt. In der Theorie darf man jeden Tag einen anderen Haushalt treffen. Das soll es zum Beispiel Familien mit Kindern leichter machen. Vernünftig ist das aber nicht. "Es geht immer auch um den Appell: Seien Sie vernünftig. Jede Begegnung ist ein Risiko. Selbst Verwandtschaft schützt nicht vor Erkrankung", sagte Karen Stroink vom Senator für Inneres zu buten un binnen. "Jedes Treffen mit jeder weiteren Person erweitert auch das Risiko."

Gastronomie und Kita: Bremer Senat beschließt Corona-Lockerungen

Video vom 12. Mai 2020
Eine Aufnahme der Bremer Obernstraße.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 13. Mai 2020, 19:30 Uhr