Rund 500 Bremer Lehrer demonstrieren für mehr Geld

  • Pädagogen demonstrieren auf dem Bremer Marktplatz
  • Sie wollen bessere Arbeitsbedingungen erreichen
  • Gewerkschaft GEW fordert sechs Prozent mehr Lohn
Bremer Lehrer protestieren auf dem Marktplatz.
Für bessere Arbeitsbedingungen: Bremer Lehrer demonstrieren auf dem Marktplatz.

In Bremen und Bremerhaven haben Dienstag nicht verbeamtete Lehrer, Sozialpädagogen und Inklusionskräfte für mehr Geld gestreikt. Die Demonstrierenden haben auf dem Bremer Marktplatz eine Kundgebung abgehalten. Laut der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben sich ungefähr 500 Lehrer an dem Protest beteiligt.

Wieviel Unterricht ausgefallen ist, weiß die Bildungsbehörde nicht. In Bremen wurde die Allgemeine Berufsbildende Schule komplett bestreikt. In Bremerhaven traf es die Oberschule und Ganztagsschule am Ernst-Reuter-Platz. Ansonsten gab es aber keine Akut-Meldung von Extrem-Ausfällen, sagte eine Sprecherin der Behörde.

GEW-Mitglieder bei einem Streik in Bremen.
Die Allgemeine Berufsbildende Schule in Bremen wurde am Dienstag komplett bestreikt. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat keinen genauen Überblick darüber, wie viel Unterricht ausgefallen ist. Dem Gewerkschaftssprecher Christian Gloede zufolge müssen einige Schulen aber ihre Nachmittagsbetreuung einstellen.

Gewerkschaft will auf Missstände aufmerksam machen

Es gehe der Gewerkschaft aber nicht darum, die Beschulung insgesamt lahm zu legen, sagte Gloede. Vielmehr wolle man auf die Situation der angestellten Lehrkräfte und Inklusionspädagogen hinweisen. Nicht angemessene Bezahlung, personelle Engpässe und eine hohe Arbeitsbelastung – das sei das, was die GEW im Schulalltag beobachte.

Bisher hätten die Arbeitgeber kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt, bemängelte die GEW. Die Gewerkschaft fordert sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Verhandlungen laufen seit dem 21. Januar. Es geht um über 800.000 Angestellte der Bundesländer, darunter sind laut GEW fast 200.000 angestellte Lehrkräfte und pädagogische Beschäftigte an Schulen. Die nächste Runde ist am 28. Februar in Potsdam.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 19. Februar 2019, 12 Uhr