Immer weniger Bremer wechseln ihren Job

  • Arbeitnehmerkammer stellt Jahresbilanz vor
  • Immer weniger Arbeitnehmer in Bremen und Bremerhaven kündigen
  • Grund: unsichere Konjunktur und mangelnde Alternativen
Ein Karton mit Büroutensilien steht auf einem Schreibtisch.
Schritt ins Ungewisse? Immer weniger Menschen in Bremen und Bremerhaven kündigen (Symbolbild). Bild: DPA | Christin Klose

Immer weniger Menschen in Bremen und Bremerhaven kündigen ihre Arbeitsstelle. Das hat die Arbeitnehmerkammer Bremen in ihrer Jahresbilanz erklärt. Grund dafür ist demnach zum einen die unsichere Konjunktur und zum anderen die weniger werdenden Alternativen auf dem Arbeitsmarkt.

Kammer: Arbeitgeber nutzen fehlende Rechtskenntnisse aus

Den höchsten Beratungsbedarf im vergangenen Jahr gab es beim Thema Bezahlung. Denn nur noch jeder zweite Bremer und Bremerhavener arbeitet unter einen Tarifvertrag, so die Kammer. Vor allem Arbeiter aus der Leiharbeitsbranche, der Gastronomie und dem Reinigungsgewerbe wollten Klarheit darüber, wie Überstunden oder Nachtzuschläge bezahlt werden. Viele Arbeitgeber würden die fehlenden rechtlichen Kenntnisse nutzen, um diese Zuschläge nicht zu zahlen, so der Vorwurf der Arbeitnehmerkammer.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr fast 97.000 Beratungsgespräche. Dabei ging es vermehrt um Themen wie Steuern, Urlaubsanspruch oder die gesundheitliche Belastung. Die nimmt laut der Kammer bei vielen Arbeitnehmern immer weiter zu.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 3. Januar 2020, 14 Uhr