Bremen hat ein neues Krematorium

  • Neubau in Huckelriede kostete 4,4 Millionen Euro
  • 8.000 Särge können pro Jahr verbrannt werden
  • Neues Krematorium spart Energie und Betriebskosten
Sarg im Krematorium Huckelriede
In der neuen Anlage können jetzt deutlich mehr Särge verbrannt werden.

Der Umweltbetrieb Bremen hat im Ortsteil Huckelriede ein neues Krematorium in Betrieb genommen. "Jetzt haben wir eine zeitgemäße Verfahrenstechnik", erklärte Geschäftsführer Georg Grunwald. Das neue Krematorium befindet sich direkt neben seinem 20 Jahre alten Vorgänger. Dessen Sanierung wäre teurer geworden – deshalb baute der Umweltbetrieb für rund 4,4 Millionen Euro neu.

Die neue Anlage hat moderne Filteranlagen und ist effizienter. Einiges geht automatisch. Und das neue Krematorium ist ökologischer als das alte. "Wir haben natürlich jede Menge Wärme. Die gewinnen wir jetzt zum Teil zurück oder kühlen die mit Luft", sagt Grunwald. Dadurch werde nur noch halb so viel CO2 ausgestoßen und auch der Betrieb sei deutlich wirtschaftlicher. Im Drei-Schicht-System sollen hier ab sofort 8.000 Särge pro Jahr verbrannt werden.

Wir haben eine Kremierungskapazität pro Jahr, mit der wir wirklich zukunftsfähig sind.

Georg Grunwald, Umweltbetrieb Bremen
Krematorium Huckelriede
Hier wurde kräftig investiert: das Krematorium in Huckelriede.

Neben den technischen Verbesserungen wurde auch auf die Bedürfnisse der Angehörigen Wert gelegt, die von ihren Verstorbenen bei der Kremierung Abschied nehmen möchten. Für sie wurde ein spezieller Raum eingerichtet, von dem aus die Hinterbliebenen dem Einfahren des Sarges in das Feuer zusehen können. Während der gesamten Bauphase wurden im alten Krematorium Einäscherungen durchgeführt, im Januar wurde der Betrieb dort eingestellt.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen um sechs, 22. Mai 2019, 18 Uhr