Keine Lust auf Kino? 200.000 Tickets weniger in Bremen verkauft

  • Bremer gingen 2018 durchschnittlich 2,2 Mal ins Kino
  • Das ergibt ein Minus von 200.000 Besuchen im Vergleich zu 2017
  • Kinobetreiber erklären Minus mit heißem Sommer und Fußball-WM
Zuschauer im Kino
Im Sommer 2018 blieben viele Kinosäle eher leer. Bild: DPA | David Cheskin / Empics

Die Bremer sind im Jahr 2018 durchschnittlich 2,2 Mal ins Kino gegangen. Im Vorjahr waren es noch 2,53 Besuche pro Einwohner. Bremen liegt trotzdem noch deutlich über dem Bundesschnitt von 1,27 Kinobesuchen im Jahr 2018. Diese Zahlen veröffentlichte die Filmförderungsanstalt in ihrer Jahresbilanz.

Aber auch die Ticketpreise liegen in Bremen über dem Durchschnitt. So kostet hier der Kinobesuch im Schnitt 9 Euro. Bundesweit beträgt der Preis im Schnitt 8,54 Euro, grundsätzlich ist ein Kinobesuch in Großstädten jedoch teurer als in kleineren Ortschaften.

Kinos zurzeit wieder voll

Insgesamt wurden 2018 in Bremen 1.508.292 Kinotickets verkauft, das sind im Vergleich zum Vorjahr 12,3 Prozent weniger (1.720.394 Tickets in 2017). Auch der Umsatz der Bremer Kinos ist laut der Filmförderungsanstalt gesunken: So lagen die Bruttoeinnahmen der elf Spielstätten im Land Bremen 2017 noch bei etwa 16,9 Millionen Euro. 2018 sanken sie auf rund 13,5 Millionen Euro.

Robert Erdmann, Leiter der Bremer Filmkunst Theater, sieht den Grund für den Besucherrückgang darin, "dass wir im Jahr 2018 einen sehr heißen Sommer hatten, und außerdem hat auch die Fußball-WM stattgefunden, was die Filmverleiher bei der Herausbringung von potentiell erfolgversprechenden Film vorsichtig sein lassen hat." Die von ihm geleiteten Kinos Schauburg, Gondel und Atlantis seien aber nicht schwerwiegend von sinkenden Besucherzahlen betroffen. Vor allem die Neuerscheinungen im Herbst und rund um den Jahreswechsel sorgen dafür, dass die Kinos momentan sehr voll seien.

  • Yannick Lemke

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 11. Februar 2019, 23:30 Uhr.