Rettung oder Abriss? Viele Spekulationen um Karstadt in Bremerhaven

  • Eigentümer und Investoren prüfen mehrere Optionen
  • Oberbürgermeister Melf Grantz will Vorgehen mit anderen Städten abstimmen
  • Gespräch ist für Donnerstag geplant
Video vom 23. Juni 2020
Moderatorin Kirsten Rademacher im buten un binnen Studio, zugeschaltet Dirk Bliedtner aus Bremerhaven.
Bild: Radio Bremen

Bremerhaven will den Karstadt-Betrieb in der Stadt retten. Am Dienstagnachmittag gab es dazu Gespräche der Stadt mit dem Betriebsrat und der Bremerhavener Karstadt-Geschäftsführung. Es seien Möglichkeiten beraten worden, das Haus weiter zu betreiben.

Oberbürgermeiter Melf Grantz (SPD) will am kommenden Donnerstag an einem Treffen des Städtetags teilnehmen. Es gehe darum, dass sich die Städte abstimmen, um gemeinsam gegenüber Karstadt und den Immobilieneigentümern aufzutreten.

Nach Informationen von buten un binnen ist bei den Überlegungen für die Neugestaltung der Bremerhavener Innenstadt aber auch ein Abriss des Karstadt-Hauses nicht ausgeschlossen.

Stadtsprecher: Abriss-Spekulationen "schädlich"

Grantz hofft nach eigenen Angaben aber darauf, dass der Konzern bereit ist, das Haus mit Unterstützung der Stadt doch noch weiter zu führen. Gerade vor dem Hintergrund der Corona-Krise sei das für den Standort besonders wichtig. Zu Fördersummen machte ein Sprecher der Stadt keine Angaben. Ein Abriss des Gebäudes sei kein Thema. Solche Spekulationen seien in dieser Lage extrem schädlich, sagte der Sprecher.

Am Freitag war bekannt geworden, dass Karstadt bundesweit mehr als 60 Häuser schließen will, darunter auch in Bremerhaven. Die Städte befürchten ein Ausbluten der Fußgängerzonen.

Rückblick: Diese Karstadt- und Kaufhof-Filialen schließen im Land Bremen

Video vom 19. Juni 2020
Die Außenfassade des Galeria Kaufhof Gebäudes in der Bremer Innenstadt.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 23. Juni 2020, 19:30 Uhr