Bremer Verbraucherzentrale droht Insolvenz

  • Der gemeinnützige Verein muss sich neu strukturieren
  • Das teilte die Verbraucherzentrale am Dienstag mit
  • Gehälter und Leistungen der Einrichtung sollen aber gesichert sein
Ein beleuchtetes Schild der Verbraucherzentrale Bremen. Darunter die Aufschrift "Infozentrum".

Der Bremer Verbraucherzentrale droht die Insolvenz. Der gemeinnützige Verein teilte in einer Pressemitteilung mit, dass er "in erheblichem Umfang drohende sozialversicherungsrechtliche Ansprüche der Altersversorgung" abwenden wolle. 32 Mitarbeiter seien in einer Betriebsversammlung kurzfristig informiert worden. Ihre Gehälter seien allerdings abgesichert.

Die Geschäftsführung bleibe im Amt und könne uneingeschränkt weiter arbeiten, sagte der Vorsitzende des Verwaltungsrats Tim Voss zu buten un binnen. Die Verbraucherzentrale sei weiterhin zahlungsfähig. Für die Verbraucher werde es keinerlei Einschränkungen geben. Die Beratungsstellen in Bremen und Bremerhaven sollen normal weiterarbeiten.

Offenbar wurde zu wenig in Altersvorsorge investiert

Ein Insolvenzverfahren wird bislang offenbar nur geprüft. Fest steht: Die Verbraucherzentrale muss sich wirtschaftlich neu aufstellen. Nötig wird diese Maßnahme, weil in den vergangenen 15 Jahren offenbar zu wenig in die Altersvorsorge der Mitarbeiter investiert wurde.

Um finanzielle Risiken auszuschließen und die Altersvorsorge der Mitarbeiter abzusichern, müssten jetzt „arbeitsrechtliche Inhalte“ in einem Sanierungsverfahren neu geregelt werden, teilt die Verbraucherzentrale mit. Was das genau bedeutet, ist zurzeit noch unklar.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 19. Februar 2019, 11 Uhr