Zehntausende Musikfans strömen zum Hurricane Festival in Scheeßel

  • Anreise zum Hurricane Festival hat begonnen
  • 68.000 Besucher in Scheeßel erwartet
  • 70 Bands spielen an drei Tagen
Ein Festivalbesucher schiebt einen Bollerwagen mit Gepäck.

Deutschrock von den Toten Hosen, Folk von Mumford & Sons und Alternative Rock von den Foo Fighters – darauf können sich Zehntausende Fans beim diesjährigen Hurricane Festival in Scheeßel freuen, das am Freitag startet. Die Zeltplätze werden in der kleinen Gemeinde in der Nordheide seit Donnerstag bezogen. Bis Sonntag heizen dann etwa 70 Bands auf den vier Bühnen auf der Motorrad-Rennbahn "Eichenring" ein. Auch Auftritte von The Cure, Tame Impala und Macklemore sind angekündigt.

Dave Grohl, Fontmann der Foo Fighters, spielt Gitarre
Dave Grohl, ehemaliger Nirvana-Drummer, spielt mit den Foo Fighters am Sonntagabend in Scheeßel. Bild: Imago | Yadin Xolalpa

Die Veranstalter rechnen nach eigenen Angaben an jedem Tag mit bis zu 68.000 Gästen auf dem Gelände. Neben Dauerkarten gibt es auch Tageskarten zu kaufen – anders als in vergangenen Jahren, in denen das Festival bereits Monate vorher ausverkauft war. Das Hurricane Festival setzt auf Rock, Alternative und Pop aber auch auf Hip Hop und elektronische Musik. Das Hurricane teilt sich die Musiker mit dem zeitgleich veranstalteten Southside in Baden-Württemberg. Beide zählen zu den größten Festivals der Republik.

Die Bevölkerung von Scheeßel verfünffacht sich

In den jährlichen Hurricane-Tagen verfünffacht sich die Bevölkerung von Scheeßel. Die knapp 13.000 Einwohner freuten sich auf den Zustrom, sagt Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele. Das Musikfest habe Scheeßel überregional positiv bekannt gemacht.

Wir sind schon sehr mit dem Festival verwachsen.

Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele

Viele Besucher kämen vom Festival-Gelände auch in den Ort. "Das Freibad ist immer sehr beliebt", sagte Dittmer-Scheele. Andere Fans suchten Ruhe bei einem Kaffee in den Bäckereien oder Cafés.

Für das Festival entsteht jedes Jahr auf grünen Wiesen eine kleine Stadt mit eigenem Supermarkt und einer mobilen Polizeiwache. "Wir sind da relativ stark präsent", sagte ein Sprecher der Polizei in Rotenburg/Wümme. Für Ärger unter den Anwohnern sorgte in diesem Jahr der Landkreis Rotenburg. Er setzte das Tempo auf einer Straße durch das Festival-Gelände schon Tage vorher auf 20 Stundenkilometer herunter.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 20. Juni 2019, 19:30 Uhr