Woodstock in Scheeßel: Hurricane lockt seit Jahrzehnten Musikfans

  • Woodstock-Feeling seit 1973
  • 68.000 Besucher in Scheeßel erwartet
  • Auftakt mit den Toten Hosen

Zum Auftakt am Freitag Deutschrock mit den Toten Hosen, am Sonnabend Folk von Mumford & Sons und am Sonntag zum Abschluss Alternative Rock von den Foo Fighters – das zieht auch in diesem Jahr wieder Zehntausende Fans zum Hurricane Festival in Scheeßel. Die Zeltplätze in der kleinen Gemeinde in der Nordheide sind bereits seit Donnerstag belegt. Insgesamt etwa 70 Bands treten auf den vier Bühnen auf der Motorrad-Rennbahn "Eichenring" ein – darunter unter anderem The Cure, Tame Impala und Macklemore.

Das Hurricane gibt es seit 1997 - den ersten Vorläufer gab es aber bereits im September 1973. Damals noch unter dem Namen "Es rockt in der Heide". Und noch immer zieht das Festival zahlreiche Fans an. Die Hurricane-Veranstalter rechnen in diesem Jahr an jedem Tag mit bis zu 68.000 Gästen auf dem Gelände. Das Hurricane Festival setzt auf Rock, Alternative und Pop aber auch auf Hip Hop und elektronische Musik. Das Hurricane teilt sich die Musiker mit dem zeitgleich veranstalteten Southside in Baden-Württemberg. Beide zählen zu den größten Festivals der Republik.

Ausnahmezustand im Festival-Supermarkt auf dem Hurricane

Die Gäste des Hurricane-Festivals betreten das Gelände.

Die Bevölkerung von Scheeßel verfünffacht sich

In den jährlichen Hurricane-Tagen verfünffacht sich die Bevölkerung von Scheeßel. Die knapp 13.000 Einwohner freuten sich auf den Zustrom, sagt Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele. Das Musikfest habe Scheeßel überregional positiv bekannt gemacht.

Wir sind schon sehr mit dem Festival verwachsen.

Scheeßels Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele

Viele Besucher kämen vom Festival-Gelände auch in den Ort. "Das Freibad ist immer sehr beliebt", sagte Dittmer-Scheele. Andere Fans suchten Ruhe bei einem Kaffee in den Bäckereien oder Cafés.

Für das Festival entsteht jedes Jahr auf grünen Wiesen eine kleine Stadt mit eigenem Supermarkt und einer mobilen Polizeiwache. "Wir sind da relativ stark präsent", sagte ein Sprecher der Polizei in Rotenburg/Wümme. Für Ärger unter den Anwohnern sorgte in diesem Jahr der Landkreis Rotenburg. Er setzte das Tempo auf einer Straße durch das Festival-Gelände schon Tage vorher auf 20 Stundenkilometer herunter.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 20. Juni 2019, 19:30 Uhr