Wird die Gorch Fock mit illegalem Tropenholz saniert?

  • Bei der Sanierung wird Teakholz aus Myanmar verwendet
  • Nach ARD-Recherchen könnte das Holz aus illegalen Rodungen stammen
  • Verteidigungsministerium hat diese Möglichkeit inzwischen eingeräumt
Goch Fock unter Segeln
Die Gorch Fock (Archivbild) wird derzeit in Bremerhaven saniert. Bild: DPA | Ingo Wagner

Seit mehr als zwei Jahren wird das Segelschulschiff der Bundesmarine, die "Gorch Fock" in Bremerhaven generalüberholt. Die Bundesmarine lässt sich das etwa 130 Millionen Euro kosten, damit das Schiff auch in den nächsten 20 bis 25 Jahren noch eingesetzt werden kann. Nach Recherchen des ARD-Magazins Report Mainz wird bei der Sanierung möglicherweise auch illegal abgeholztes Tropenholz eingesetzt. Es stamme aus Myanmar, so das Magazin. Nach Recherchen des ARD-Magazins verstößt die Einfuhr von Holz aus Myanmar gegen Richtlinien der Europäischen Union und der Bundesregierung – unter anderem weil es in Myanmar eine hohe Korruptionsrate gibt.

Das Verteidigungsministerium hat gegenüber Report Mainz inzwischen eingeräumt, dass es sich auch um illegal geschlagenes Holz handeln könnte und nicht – wie bislang behauptet – um Holz von Plantagen.

Die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Steffi Lemke, hat jetzt gefordert, die Arbeiten zu stoppen. Das Vorzeigeschiff der Bundesmarine dürfe nicht mit illegal geschlagenem Holz restauriert werden, so Lemke.

Einen ausführlichen Bericht zeigt Report Mainz heute Abend um 21 Uhr 45 im Ersten.

Geld für die Sanierung der "Gorch Fock" bewilligt

Video vom 20. März 2018
Die Gorch Fock wird in einen Hafen geschleppt
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Das Erste, Report Mainz, 25. September 2018, 21:45 Uhr

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