Nur ein Prozent der Gewoba-Mieter kann Miete nicht zahlen

  • Gewoba zieht positive Bilanz für das Jahr 2019
  • Etwa 500 Mieter können wegen der Corona-Pandemie ihre Miete nicht bezahlen
  • Insgesamt hat die Gewoba rund 42.000 Wohnungen im Land Bremen und in Oldenburg
Gewoba-Zentrale in Bremen.
Die Gewoba hat im vergangenen Jahr mehr eingenommen als erwartet. Bild: Imago | Eckhard Stengel

Beim größten Bremer Wohnungsunternehmen Gewoba gibt es aktuell kaum Probleme mit nicht gezahlten Mieten wegen der Coronakrise. Nach Angaben des Unternehmens hatten aus diesem Grund im April etwa 500 Mietparteien finanzielle Probleme angegeben, das ist nur gut ein Prozent. Die Gewoba rät säumigen Zahlern, sich zu melden.

Nur, wenn überhaupt klar ist, dass es ein Problem gibt, kann auch geholfen werden.

Manfred Corbach, Leiter Gewoba-Immobilienwirtschaft

Derzeit würden keine Mahnungen verschickt. Das Unternehmen rät den Betroffenen, wenigstens einen Teil der Miete zu bezahlen, damit spätere Nachforderungen nicht so hoch ausfallen. Die Gewoba schließt Kündigungen der Mieter in ihren insgesamt etwa 42.000 Wohnungen im Land Bremen und in Oldenburg bis mindestens Ende August aus. Außerdem sollen die Sanierungen beispielsweise von Bädern in Kürze wieder anlaufen, die seit Ende März wegen der Corona-Krise ruhen.

Darüber hinaus zieht die Gewoba für das vergangene Jahr eine positive Bilanz. Das Unternehmen hat 2019 knapp 30 Millionen Euro erwirtschaftet, gut drei Millionen mehr als zuvor angenommen. Hauptanteilseigner ist die Stadt Bremen. Sie profitierte von dem Gewinn mit knapp 12 Millionen Euro.

Corona-Krise: Was tun, wenn man die Miete nicht mehr zahlen kann?

Video vom 2. April 2020
Ein Gebäude einer Bremer Hochhaus Siedlung.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen um 6, 13. Mai 2020, 18:06