Fast 70 neue Tempo-30-Zonen vor Bremer Schulen und Kitas

  • Erste Schilder werden in den kommenden Tagen aufgestellt
  • Bremer Verkehrsbehörde beginnt mit 68 Tempo-30-Zonen
  • 178 Einrichtungen könnten Geschwindigkeitsbegrenzung bekommen
Ein Tempo-30-Schild steht vor einem Hinweis auf spielende Kinder.
Bremen bekommt fast 70 neue Tempo-30-Zonen. Bild: DPA | Christoph Hardt

Bremen bekommt fast 70 neue Tempo-30-Zonen. Das Amt für Straßen und Verkehr beginnt in wenigen Tagen mit den ersten Beschilderungen vor Schulen, Kindergärten, Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen. Das teilte das Bauressort am Freitag mit. "Hier geht es in erster Linie um Sicherheit für die allerschwächsten Verkehrsteilnehmer, das sind Kinder sowie alte und kranke Menschen“, sagte Verkehrssenator Joachim Lohse (Grüne). In der Stadt Bremen gibt es dann rund 650 Zonen mit Tempolimit 30.

Die ersten Zonen kosten 16.000 Euro

Eine Überprüfung durch die Verkehrsbehörde hatte 178 Einrichtungen in ganz Bremen ermittelt, vor denen künftig Tempo 30 gelten könnte. In einer ersten Stufe sollen nun an 68 Einrichtungen Geschwindigkeitsbegrenzungen kommen. Die Kosten für die Umsetzung der ersten Stufe belaufen sich der Verkehrsbehörde zufolge auf 16.000 Euro. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2019 abgeschlossen sein.

Vor sozialen Einrichtungen soll Tempo 30 zur Regel werden

Grundlage für die Umsetzung sind der Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2015 sowie die Novellierung der Straßenverkehrsordnung aus dem Jahr 2016, wonach Tempo 30 bei Schulen und Kitas, aber auch Krankenhäusern, Senioren- und Pflegeheimen sowie Behinderteneinrichtungen als gesetzliche Regelgeschwindigkeit anzuordnen ist.

Die in Bremen ausgewählten Örtlichkeiten gelten der Verkehrsbehörde zufolge als unkritisch, da "keine negativen Auswirkungen durch Ausweichverkehre in Wohngebiete oder auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu erwarten sind". Dazu habe man mit den Beiräten und der BSAG zusammengearbeitet, so Lohse.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 28. Dezember 2018, 18 Uhr