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Wegen roter Zahlen: Friedehorst trennt sich von Schule und Reha-Zentrum

  • Stiftung aus Lesum hat seit Jahren angespannte Finanzen
  • Elternverein übernimmt Eduard-Nebelthau-Gymnasium
  • Johanniter im Gespräch als Träger des Reha-Zentrums
Schriftzug "Willkommen in Friedehorst" am Eingang des Geländes.
Die Stiftung Friedehorst kämpft seit Jahren mit den Finanzen. (Archivbild)

Die Stiftung Friedehorst in Bremen-Lesum will sich von zwei verlustbringenden Geschäftsbereichen trennen. Das Neurologische Reha-Zentrum soll verkauft und das Eduard-Nebelthau-Gymnasium an einen Elternverein abgegeben werden. Das hat buten un binnen erfahren.

Die Stiftung Friedehorst muss seit Jahren einen harten Sanierungskurs fahren. Unter anderem verzichten die rund 1.400 Mitarbeiter auf einen Teil ihres Lohnes. Trotzdem haben die Einsparungen offenbar nicht gereicht. Jetzt gibt die Stiftung Geschäftsbereiche ab, die rote Zahlen schreiben. Beim Nebelthau Gymnasium mit rund 170 Schülern muss die Stiftung jährlich mehrere Hunderttausend Euro zuschießen.

Johanniter als neue Eigentümer im Gespräch

Und auch das Reha-Zentrum für Nervenerkrankungen hat zu wenige Patienten, um die anfallenden Kosten zu erwirtschaften. Wie buten un binnen erfuhr, sind als neuer Träger die Johanniter im Gespräch. Für die Versorgung der Patienten ändert sich voraussichtlich nichts. 150 Menschen arbeiten in dem Zentrum. Die Entscheidung über den Verkauf soll im Juni fallen, bestätigte eine Sprecherin der Stiftung.

Autorin

  • Heike Zeigler

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 22. Mai 2019, 22 Uhr