Tanz-Challenge aus Südafrika vor dem Bremer Rathaus

"Jerusalema" ist ein viraler Tanz-Hype: Worum es bei der Challenge geht, die heute – wie auch in anderen deutschen Städten – auf dem Bremer Rathausplatz stattfand.

Jerusalema Challenge: Bremer tanzen mit Abstand auf dem Marktplatz

Video vom 21. November 2020
Personen die auf dem Bremer Marktplatz tanzen.
Bild: Radio Bremen

Menschen fanden sich vor dem Rathaus zusammen, um gemeinsam zum Song "Jerusalema" flashmobartig zu tanzen. Sie eiferten einer Challange nach, die dieses Jahr viral geht und ihren Ursprung in Afrika hat. Der südafrikanische DJ Master KG und die Sängerin Nomcebo Zikode vertonten mit "Jerusalema" ein Gebet auf Zulu und landeten einen der Sommerhits des Jahres. Kaum auf der Plattform TikTok gelandet, startete auch schon die #Jerusalema Dance-Challenge, die millionenfach Menschen dazu gebracht hat, während der Pandemie gemeinsam zu tanzen und in den sozialen Netzwerken mit diesen Videos gute Laune und Zuversicht zu verbreiten.

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Hauptsache tanzen – wenn schon nicht in der Tanzschule

Auf zentralen Plätzen in ganz Deutschland tanzten am Samstag open air zu "Jerusalem", um damit den Menschen über die schwere Corona-Zeit zu helfen und auf die schwere Lage der Tanzschulen hinzuweisen. Der Aufruf zum "Tanzen trotz Distanzen" stammt vom Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband (ADTV). In Bremen unterstützt die Tanzschule Renz die Aktion, die trotz Masken und Abstandsregel ein bisschen Verbundenheit unter den Teilnehmenden und Zuschauern schaffen soll.

Für uns geht es auch darum, zu zeigen, dass es uns Tanzschulen – trotz Krise – noch gibt. Eben zu sagen: "Wir sind noch da!"

Hartmut Hergert, Tanzschule Renz

Der Flashmob ist für Hartmut Hergert, Tanzlehrer und Teilhaber der Tanzschule Renz, eine Möglichkeit, Präsenz zu zeigen in der Krise und trotz Abstand gemeinsam zu tanzen.

Positive Signale trotz ernster Lage in der Corona-Krise

Noch fehlt die Perspektive auf eine Wiedereröffnung der Tanzschulen. Für viele kleine Tanzschulen ist die Wartezeit auf die Finanzhilfen bereits zu lang, um sie eigenständig durchzubringen, erzählt Hergert. Von Mitte März bis Anfang Juni ging der erste Lockdown. Nun sind die Tanzschulen seit Anfang November erneut geschlossen.

Was gerade in den eigenen Räumlichkeiten nicht geht, das ermöglichten Hergert und sein Team zumindest am Samstagvormittag draußen. Und der Tanz zum Flashmob war einfach zu erlernen: Wer ihn noch nicht in einem der zahlreichen Webvideos gesehen hat, bekam auf dem Rathausplatz eine kleine Einführung in die Choreographie.

Auch spontan konnte man mitmachen, Voraussetzung war nur eine Registrierung vor Ort – zur möglichen Kontaktnachverfolgung. Was natürlich auch nicht fehlen durfte, beim "Tanzen trotz Distanzen": die Maske!

Autorin

  • Birte Hirsch Praktikantin

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 21. November 2020, 19:30 Uhr