Leben Flamingos jetzt schon an der Unterweser?

  • An Pfingsten wurden 15 Flamingos in der Wesermarsch gesichtet
  • Woher sie stammen ist noch unklar
  • Wenn sie bleiben, wäre es die nördlichste Flamingo-Kolonie der Welt
Zwei Flamingos stehen bei Brake im Landkreis Wesermarsch in der Kleipütt.
Bild: Nonstopnews

Flamingos in der Wesermarsch? Viele dürften diese Meldung für einen Scherz halten. Doch am Pfingstwochenende haben sich tatsächlich 15 der rosa Vögel an der Unterweser bei Brake niedergelassen.

Woher die Tiere stammen, ist unklar. Aber der Leiter des Naturschutzbundes in der Wesermarsch, Franz-Otto Müller, vermutet, dass sie aus einer Kolonie in den Niederlanden stammen könnten. Wenn die kleine Kolonie an der Unterweser bleiben würde, wäre es das nördlichste Siedlungsgebiet von Flamingos der Welt.

Auch Brakes Bürgermeister Michael Kurz vermutet die Herkunft der Tiere im Grenzbereich zwischen Nordrhein Westfalen und den Niederlanden. "Sie suchen wahrscheinlich neue Futterstätten und haben den Weg hier nach Brake gefunden." Seit Dienstag herrsche ein regelrechter Hype, sagt Kurz. Immer mehr Menschen kämen in die Gegend, um sich die Flamingos anzuschauen. Er hoffe, dass die Tiere dadurch nicht gestört werden.

15 Flamingos stehen in einem flachen Gewässer vor einer Häuserreihe
Zunächst haben sich an Pfingsten 15 bis 20 Flamingos in der in der Wesermarsch niedergelassen. Nach schweren Gewittern waren nur noch zwei der Tiere zu sehen. Bild: Franz-Otto Müller / BUND Wesermarsch

"Man konnte es gar nicht glauben", sagt eine Besucherin. "Wahnsinn, dass das hier so zu sehen ist", sagt eine andere. Ihre Kinder würden die Tiere nur aus dem Zoo kennen, nun hätten sie die rosa Vögel in Brake gesehen. "Das ist ein Highlight." Ein Mann schwärmt von diesem seltenen Naturschauspiel, auch wenn inzwischen nur noch zwei der Tiere zu sehen seien. Eine weitere Besucherin fände es schön, würden sich die Flamingos vor Ort einnisten. "Sie haben offensichtlich festgestellt, dass Brake und die Wesermarsch eine tolle Gegend ist", sagt Bürgermeister Kurz. "Ich hoffe, dass sie noch ein paar Tage bleiben bevor sie wieder in ihre angestammte Region zurück fliegen."

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 12. Juni 2019, 19:30 Uhr