7 Fakten zum Großbrand auf der Lürssen-Werft

900 Feuerwehrleute, 65 Stunden bis zur Löschung und 1.000 Liter Kaffee — das Feuer auf der Lürssen-Werft war der größte Einsatz in Bremen seit Kriegsende. Der Brand in Zahlen.

Ein Feuerwehrmann mti Helm und Atemmaske

1 200 Feuerwehrleute gleichzeitig im Einsatz

"Es war ein einziges Inferno", sagte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) über den Großbrand auf der Lürssen-Werft, als er am Dienstagnachmittag eine Bilanz des Einsatzes zog. Von den insgesamt 900 Feuerwehrleuten waren immer rund 200 Kräfte gleichzeitig im Einsatz. Vier Personen wurden leicht verletzt.

2 9,2 Kilometer Schläuche liefern Löschwasser

Insgesamt 481 Feuerwehrschläuche lieferten das Löschwasser für den Einsatz. Wenn alle aneinandergelegt worden wären, wären es 9,2 Kilometer gewesen. Das ist ungefähr die Stecke von der Bremer Innenstadt nach Hemelingen.

3 800 Flaschen für Atemschutzgeräte verbraucht

Mit Atemschutzgeräten mussten die Feuerwehrleute den Brand im Dock und Schiff löschen. Insgesamt verbrauchten sie 800 Druckluftflaschen — eine Materialschlacht, sagte Mäurer.

4 65 Stunden bis zur Löschung

Es dauerte 65 Stunden, bis es endlich hieß: "Feuer aus". Hilfe erhielt die Bremer Feuerwehr aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg. Auch ein Spezialkranwagen kam zum Einsatz sowie speziell ausgebildete Feuerwehrkräfte, die auf Schiffsbrände spezialisiert sind.

5 Temperaturen bis zu 400 Grad Celsius

Teilweise mussten die Feuerwehrleute bei einer Hitze von bis zu 400 Grad Celsius arbeiten. Wenn ein Schiff brennt, müsse man dem Feuer entgegengehen. "Man muss sich ihm stellen", erklärt Karl-Heinz Knorr. Er ist der Amtsleiter der Feuerwehr Bremen.

6 1.000 Liter Kaffee und 2.900 Liter Kaltgetränke

Nicht nur der Einsatz, auch die Versorgung der vielen Einsatzkräfte war eine Herausforderung. Insgesamt wurden rund 3.900 Liter getrunken. Und natürlich mussten die Feuerwehrleute und Helfer auch essen...

7 280 Frikadellen, 1.500 Brötchen und 2.400 Bockwürste

Innensenator Ulrich Mäurer zusammen mit Feuerwehrmännern auf einer Pressekonferenz zum Großbrand auf der Lürssen-Werft.
Innensenator Mäurer (2. von links) stellte zusammen mit der Feuerwehr die Bilanz des größten Einsatzes der Bremer Feuerwehr seit Kriegsende vor.

Tage und Nächte lang wurde zum Teil durchgearbeitet. Dabei verspeisten Helfer und Feuerwehrleute 1.500 Brötchen, 190 Liter Suppe, 280 Frikadellen, 18 Kilogramm Leberkäse, 2.400 Bockwürste — und jede Menge Kekse und Schokolade.

"Was dort im Zusammenspiel so vieler Kräfte geleistet wurde, gebührt meiner Hochachtung", sagte Mäurer im Anschluss an seine Bilanz. "Einen herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben."

  • Lina Brunnée

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 18. September 2018, 19:30 Uhr