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3 Radtouren für das Urlaubsfeeling in Bremen und Bremerhaven

Keine Fernreise wegen Corona – und die Inseln in der Nähe sind schon überfüllt? Wie schön es zu Hause sein kann, zeigen diese Tagestouren fürs Fahrrad.

Eine Frau und ein Mann radeln über eine Brücke. Im Hintergrund ist ein Fluss zu sehen.
Auch zu Hause in Bremen und Bremerhaven kann Urlaubsfeeling aufkommen. Bild: DPA | chromorange

Überrannt wurden die Fahrradhändler während des Corona-Shutdowns. Grund: Keine Lust auf öffentliche Verkehrsmittel, Fernreisen waren auch ungewiss – wer einen alten Drahtesel hatte, ließ ihn reparieren, andere kauften sich gleich ein neues Rad. Das müsste ja bedeuten: Die Menschen in Bremen und Bremerhaven sind mobil und können die Schönheit ihres eigenen Bundeslandes erradeln. Wir schlagen drei Touren inklusisve sehenswerte Abstecher vor und geben Tipps, was Sie dafür brauchen.

1 Route 1: Entlang der Weser

29,7 Kilometer

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Für eine schöne Tour an der Weser muss man die Stadt gar nicht verlassen. Die Bremer Touristik-Zentrale empfiehlt eine Route, die direkt am Bahnhof startet. Von dort aus geht es durch die grünen Wallanlagen zum Osterdeich. Ab jetzt sieht man das Wasser. Am Weserstadion vorbei führt der Weg zum Weserwehr. Hier kommt man auf die andere Weserseite zur Weserschleuse.

Auf dem Stadtwerder, einer Insel zwischen kleiner und großer Weser, führt der Weg die meiste Zeit am Wasser entlang. Hier im Grünen bietet sich ein gemütliches Picknick an. Oder man radelt direkt weiter zu Bremens ältestem Wasserturm. Das sieben Meter hohe Gebäude wird wegen seiner Optik auch "umgedrehte Kommode" genannt. Hinter der Becks Brauerei geht es über die Stephanibrücke wieder zurück auf die andere Weserseite.

Von dort führt der Weg direkt zum Molenturm in der Überseestadt. Der rund 100 Jahre alte Turm ist zum Wahrzeichen der Überseestadt geworden und ein beliebtes Fotomotiv. Anschließend geht es wieder zurück Richtung Innenstadt. An der Stephanibrücke angekommen kann man einen kleinen Abstecher zur Stephanikirche machen. Ansonsten bietet die Schlachte zahlreiche Möglichkeiten, den Tag hier bei einem kühlen Getränk und einem leckeren Essen ausklingen zu lassen.

2 Route 2: Bremerhaven entdecken

26,1 Kilometer

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Wer die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bremerhavens an einem Tag erleben möchte, der ist auf dieser Strecke genau richtig. Auch hier startet die Tour am Bahnhof. Von dort geht es zum Alten Hafen. Noch liegt hier die "Seute Deern". In den Havenwelten gibt es außerdem gleich mehrere Attraktionen auf einmal zu sehen – unter anderem das Klimahaus, das Sail-City-Hotel, das Auswandererhaus und den Zoo am Meer.

Kreuzfahrtschiff an der Bremerhavener Columbus-Kaje.
Wenn man Glück hat, sieht man hier an der Columbuskaje Kreuzfahrtschiffe. Zwar starten aktuell keine Kreuzfahrten, aber ab und zu werden hier Schiffe auf Vordermann gebracht. Bild: Radio Bremen | Sina Derezynski

Am Weserufer entlang führt der Weg zur Columbuskaje. Bis 1974 sind von hier aus mehr als sieben Millionen Passagiere in die Welt aufgebrochen. Regelmäßig legten Dampfer nach New York, Baltimore und New Orleans ab. Heute kann man hier immer mal wieder große Kreuzfahrtschiffe bestaunen.

Nach einer Runde durch das Hafengebiet mit Schleusen, Leuchttürmen und dem Container-Terminal geht es Richtung Fußgängerzone. Hier lohnen sich Abstecher in die Herz-Jesu- und die Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche.

Von dort führt die Tour weiter in den Fischereihafen. Wer noch nicht in der Fußgängerzone gegessen hat, der kann sich im Schaufenster Fischereihafen mit einem Fischbrötchen stärken.

Panoramablick auf den Fischereihafen Bremerhaven
Die maritime Route führt einmal durch den Bremerhavener Fischereihafen. Bild: DPA | Blickwinkel/G. Franz

Am Eingang des Fischereihafens angekommen sieht man die große Doppelschleuse. Mit dem Bau der Schleuse wurde der Hafen vom Wasserstand unabhängig. Über die Doppelschleuse hinweg führt die Tour zur historischen Einfahrt des Handelshafens von 1862. Der älteste Hafen der Stadt war zunächst Umschlagplatz für Reis, Baumwolle und Holz, später der wichtigste Petroleumimporthafen Deutschlands. Hier endet die Tour, das letzte Stück führt zurück zum Bahnhof.

3 Route 3: Ab ins Grüne

26,3 Kilometer

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Ein junges Ferkel welches müde gähnt.
Im Bremer Bürgerpark gibt es jede Menge Tiere zu bestaunen. Bild: Radio Bremen | Josephine Gotzes

Wer lieber raus aus der Stadt und mehr Kühe als Menschen sehen möchte, für den ist die dritte Route das Richtige. Die Tour führt durch das Bremer Blockland. Startpunkt ist auch hier der Bremer Bahnhof. Von dort geht es aber fix ins Grüne – nämlich in den Bremer Bürgerpark. Hier empfiehlt sich immer ein Abstecher zum Tiergehege.

Wenige Kilometer weiter erreicht man schon das Blockland. Rast kann man gut am Kuhgraben, einem quer zur Wümme verlaufenden Kanal, machen. Links davon liegt der Kuhgrabensee. Hier gibt es die Möglichkeit, zahlreiche Wasservögel zu beobachten. Aber auch später gibt es viele Gelegenheiten für eine Pause: Unterwegs findet man jede Menge Bänke und Grünflächen – und wer kein eigenes Picknick dabei hat, der kann in eines der Cafés am Wegesrand einkehren. Auch der eine oder andere Bauernhof bietet Gästen Verpflegung an.

Radfahrer fahren einen Weg entlang. Links ist eine Wiese, rechts sind zwei Backsteinhäuser zu sehen.
Gar nicht so weit weg von der Stadt: Im Blockland kommt man schnell in Urlaubsstimmung. Bild: Imago | alimdi

Vom Wümmedeich aus, der eigentlich die Felder und Häuser der ansässigen Landwirte vor dem Hochwasser bewahren soll, kann man weit in die Landschaft schauen. Der Hof Bavendamm eignet sich für einen Zwischenstopp. Er liegt auf einer Wurt an der Wümme und wird in Kooperation mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) betrieben. Laut BUND gibt es durch die naturschonende Bewirtschaftung eine außergewöhnliche Artenvielfalt. Europaweit bedrohte Wiesenvögel wie Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel, Großer Brachvogel und andere Vogelarten brüten hier. In den Gräben gibt es seltene Fischarten wie Steinbeißer und Bitterling zu sehen. Hier können Besucher die Natur des Blocklandes und die bäuerliche Landwirtschaft kennenlernen.

Aber auch am Ende bietet sich noch eine gute Gelegenheit für eine Rast: Denn auch auf dem Rückweg führt die Route durch den Bürgerpark. Hier kann man den Tag entspannt ausklingen lassen, bevor es zurück zum Bahnhof geht.

Rückblick: Hier ist Radfahren in Bremerhaven besonders gefährlich

Video vom 7. August 2020
Ein Radfahrer mit Helm zwischen Autos im Straßenverkehr.
Bild: Radio Bremen

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Autorin

  • Sonja Harbers

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 10. Juli 2020, 19:30 Uhr