Drogenhandel: Hafenarbeiter in Bremerhaven festgenommen

  • Polizei ermittelt gegen vier Männer
  • Drogen waren wohl für den Verkauf in ganz Deutschland vorgesehen
  • Wohnungen in Bremerhaven, Bremen und der Gemeinde Wurster Nordseeküste wurden durchsucht
Zwei Zollbeamte holen während der Jahresbilanzpressekonferenz des Hauptzollamts Bremen Kokainpackungen (Attrappen) aus einem präparierten Stapel Rigipsplatten, der als Versteck für einen illegalen Kokaintransport diente.
Vier Männer sollen im großen Stil Drogen über den Hafen in Bremerhaven eingeführt haben (Symbolbild). Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam

Die Kripo Bremerhaven und Zollfahnder aus Hamburg haben vergangene Woche vier mutmaßliche Drogenschmuggler festgenommen. Bei den Männern soll es sich um Hafenarbeiter handeln. Sie sollen versucht haben, große Mengen Drogen über den Hafen in Bremerhaven einzuführen. Nach Informationen von buten un binnen könnten die Drogen für den Verkauf in ganz Deutschland vorgesehen gewesen sein.

Der Bremerhavener Oberstaatsanwalt Oliver Constien bestätigt, dass Wohnungen in Bremerhaven, Bremen und der Gemeinde Wurster Nordseeküste durchsucht wurden. Informationen über die mutmaßlichen Schmuggler wollen derzeit aber weder Staatsanwaltschaft noch Polizei veröffentlichen. Welche Drogen die Männer nach Bremerhaven schmuggeln wollten und um welche Menge es sich handelt, wollen sie aus ermittlungstaktischen Gründen auch nicht sagen. Zuerst hatte die Nordsee-Zeitung über den Fall berichtet.

Nicht der erste Fall

In den vergangenen Jahren sind in Bremerhaven immer wieder Drogenschmuggler festgenommen worden. Erst im vergangenen Jahr waren drei Männer verurteilt worden, die Kokain über den Bremerhavener Hafen eingeführt hatten. Der Haupttäter wurde zu einer Gefängnisstrafe von neun Jahren verurteilt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 4. November 2019, 12 Uhr