Bremer Kurden demonstrieren gegen Erdogan

  • 40 Kurden demonstrierten in Bremen gegen die gestartete türkische Offensive im Nordosten Syriens
  • Während der Demo begann die Offensive der Türkei gegen die kurdische Miliz
  • Weitere Demo am Samstag geplant
Mehrere Demonstranten einer kurdischen Gemeinschaft, die vor der Bürgerschaft stehen.

Knapp 40 Kurden haben auf dem Marktplatz in Bremen gegen die türkische Offensive im Nordosten Syriens demonstriert. Zeitgleich mit der Demonstration begann der Militäreinsatz. Ziel der Operation ist die kurdische YPG-Miliz, die auf syrischer Seite der Grenze ein großes Gebiet kontrolliert. Die Türkei sieht in ihr einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und begreift die Angehörigen der Miliz als Terroristen.

Für die Bremer Kurden ist dieser Militärschlag jedoch nicht nur ein Angriff gegen die YPG-Miliz, sondern gegen alle vier bis fünf Millionen Menschen, die in diesem Gebiet leben. Desweiteren sehen die Kurden die Gefahr, dass die Türken die knapp 70.000 IS-Kämpfer, die dort im Gefängnis sitzen, frei gelassen werden könnten. Sollte das der Fall sein, könnten in ganz Europa wieder mehr Anschläge drohen, befürchtet Messut Erkan, ein Mitveranstalter der Demonstration in Bremen.

Am kommenden Samstag findet um 14 Uhr vor dem Bremer Hauptbahnhof eine weitere größere Kundgebung statt.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 9. Oktober 2019, 19.30 Uhr