Infografik

Zahlen und Fakten zur Ausbreitung des Coronavirus im Land Bremen

Wie viele bestätigte Corona-Fälle gibt es in Bremen und Bremerhaven? Wie viele Menschen sind genesen und wie viele geimpft? Hier gibt es die aktuellen Zahlen.

Mit Zahlen versuchen wir Journalistinnen und Journalisten das Infektionsgeschehen in der Corona-Krise zu beschreiben. Für die Politik sind die Werte wichtig, weil sie davon abhängig macht, welche Maßnahmen getroffen werden.

Fälle von nachgewiesenen Coronavirus-Infizierten

Flagge_Bremen_Kreis
  • +59

  • Abnehmend
  • Bremen

    60,8

    Bremerhaven

    118,9
  • Bundesland Bremen

    80,7% 548.791
    77,5% 527.048
    • 1.066
    • 33.240
    • 522
    • 34.828
Flagge_Niedersachsen_Kreis
  • +408

  • Steigend
  • Niedersachsen

    53,8
  • Niedersachsen

    71,6% 5.731.139
    68,1% 5.447.691
    • 7.791
    • 299.400
    • 6.057
    • 313.248
  • +15.145

  • Steigend
  • Deutschland

    100,0
  • Deutschland

    69,1% 57.428.018
    66,1% 54.978.603
    • 157.348
    • 4.200.000 d)
    • 95.077
    • 4.452.425

Quelle: Gesundheitsbehörden der Bundesländer.

  • Bremen: Bremen (Stand: 23.10. 14:00 Uhr)
  • Niedersachsen: Niedersachsen (Stand: 23.10. 03:23 Uhr)
  • Deutschland: Deutschland (Stand: 23.10. 03:23 Uhr).

Hinweise: a) Tägliche Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag b) Entwicklung der Fallzahlen der vergangenen sieben Tage im Vergleich zur Woche davor. c) Bestätigte Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen pro 100.000 Einwohner (7-Tage-Inzidenz). = Inzidenzwert letzte 14 Tage. d) Hochrechnung des RKI. e) Prozentangabe gemessen an der Gesamtbevölkerung im Bundesland Bremen. Mindestens einmal Geimpfte. Vollständig Geimpfte. Eine Aufschlüsselung auf Bremen und Bremerhaven ist aufgrund fehlender Daten nicht möglich. Quelle: RKI.

Je nach Entwicklung der Pandemie rücken andere Kennzahlen in den Mittelpunkt. Zu Beginn war es die absolute Zahl der Neuinfektionen, später die Verdopplungszeit (siehe unten). Virologen, Epidemiologen oder Politiker sprechen öfter auch von der Reproduktionszahl. Sie beschreibt, wie viele andere Menschen ein infizierter Menschen durchschnittlich ansteckt. Liegt die Zahl bei 1, steigt die Zahl der Infizierten nicht mehr weiter an, denn eine Person steckt im Schnitt immer genau eine weitere Person an. So bleibt die Zahl der Fälle praktisch konstant. Erst wenn die Zahl kleiner als 1 wird, ebbt das Infektionsgeschehen ab.

In unserer Startgrafik zeigen wir die Zahl der Neuinfektionen gegenüber dem Vortag. Wichtig ist, dass diese Zahlen nicht das aktuelle Infektionsgeschehen abbilden, sondern ein Blick in die Vergangenheit sind. Dies liegt erstens an der Inkubationszeit, also der Zeitspanne zwischen Infektion mit dem Krankheitserreger und dem Auftreten von Symptomen. Dies liegt zweitens an den Meldewegen, denn positive Testergebnisse müssen erst von den Laboren an die Behörden übermittelt werden. Die Infektionszahlen zeigen also das Infektionsgeschehen von vor einer Woche bis zu zehn Tagen.

7-Tage-Inzidenz und Trend

Mit dem Trend werfen wir einen Blick auf die vergangenen Woche (sieben Tage) und setzen diese ins Verhältnis zur Woche davor. Daraus können wir einen groben Trend ableiten. Gibt es eine Veränderung von plus zehn Prozent oder mehr, dann ist der Trend steigend. Sind es minus zehn oder mehr, dann fallen die Neuinfektionen. Liegt der Wert dazwischen, kennzeichnen wir dies mit einem waagerechten Pfeil, der eine konstante Entwicklung anzeigt.

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Zwischenzeitliche Bundesnotbremse

Am 24. April 2021 zogen Bund und Länder gemeinsam die Corona-Notbremse. Angesichts steigender Inzidenzen wurden die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verschärft. Die Notbremse greift, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Es gelten dann unter anderem Kontaktbeschränkungen und nächtliche Ausgangssperren.

Mit steigender Inzidenz griffen weitere Corona-Auflagen. Unter anderem mussten Schulen, wenn die Inzidenz drei Tage in Folge über 165 lag, in Distanzunterricht gehen. Auch im Sport, der Gastronomie und anderen gesellschaftlichen Bereichen galten inzidenzabhängige Einschränkungen und Maßnahmen.

Am 30. Juni ist die Regelung zur Bundesnotbremse ausgelaufen. Da in Bremen und Bremerhaven jedoch bereits zuvor die Corona-Inzidenzwerte an fünf aufeinander folgenden Werktagen 100 unterschritten hatten, war sie im Land Bremen zu diesem Zeitpunkt ohnehin bereits außer Kraft.

Tägliche Neuinfektionen im Land Bremen

Wieviele Corona-Fälle melden Bremen und Bremerhaven täglich? Und wie haben sich die Fallzahlen seit Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 entwickelt?

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Lage in den Bremer Krankenhäusern

Wie entwickelt sich die Situation in den Krankenhäusern im Land Bremen? Wie viele Patienten werden im Krankenhaus wegen Covid-19 behandelt? Wie viele davon müssen beatmet werden?

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Wechselnde Bedeutung von Richtwerten

Die Verdopplungszeit gibt an, wie schnell sich die Corona-Epidemie in Deutschland oder den Bundesländern ausbreitet. Dieser Wert ist vor allem dann wichtig, wenn das Infektionsgeschehen exponentiell ist. Beim exponentiellen Wachstum geht die Kurve der Infektionszahlen steil nach oben. Dies war vor allem in den ersten Wochen der Epidemie der Fall. Verbreitet sich das Virus langsamer, ist die Verdopplungszeit weniger aussagekräftig. Inzwischen spielt die Verdopplungszahl eine geringere Rolle als zu Beginn der Pandemie.

Andere Zahlen wie der R-Wert, der anzeigt, wie viele weitere Menschen eine infizierte Person ansteckt, haben im Verlauf der Pandemie nicht an Bedeutung verloren. Inzwischen werden darüber hinaus auch Kennzahlen diskutiert, die zu Beginn der Pandemie noch nicht so sehr im Mittelpunkt standen. Dazu zählen beispielsweise die Intensivkapazitäten der Krankenhäuser, ihre Belegungsraten und genauere Angaben zu Alter und Herkunft der Covid-Patienten.

Impfquote und Herdenimmunität

Auch Kennzahlen wie die Impfquote sind für die Beurteilung der weiteren Pandemie-Entwicklung bedeutsam. In Bremen ist beispielsweise seit Mitte Juli die Hälfte der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft. Das heißt, diese Menschen sind in der Regel besser vor einer Infektion geschützt und im seltenen Fall einer Infektion weniger ansteckend für andere.

Inzwischen rechnen die meisten Fachleute damit, dass mindestens 75 Prozent der Bevölkerung gegen das Virus immun sein müssten, ehe eine Herdenimmunität erreicht ist und das Virus sich so nicht mehr weiter innerhalb Deutschlands verbreitet.

Corona-Ambulanzen in Bremen und Bremerhaven

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Mehr zum Thema

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 18. Oktober 2021, 19:30 Uhr