Liveticker

Corona-Liveticker (25. März): Bremen meldet 10 Corona-Infizierte mehr

Laut Gesundheitsamt ist die Zahl der offiziell bestätigten Corona-Fälle auf insgesamt 212 angestiegen. Die Entwicklung im Liveticker.

Ein Viren-Test im Labor.
Die Zahl der Corona-Fälle steigt weiter an.

Das war der Liveticker vom 25. März. Hier informieren wir Sie weiter über alle Entwicklungen im Land Bremen:

+++ Anstieg der Corona-Fälle im Land Bremen +++

Im Land Bremen sind 10 weitere Corona-Infizierte bestätigt worden. Damit stieg die Zahl insgesamt auf 212 Menschen, die als infiziert gemeldet sind. In Bremen gibt es 196 Corona-Fälle, in Bremerhaven sind 16 infizierte Menschen registriert.

+++ Eilanträge gegen Ausgangsbeschränkungen am Bremer Verwaltungsgericht +++

In Bayern haben zwei Menschen erfolgreich gegen die Allgemeinverfügung geklagt, die die derzeitigen Ausgangsbeschränkungen regelt. Der Freistaat muss die Regularien nun schnellstens nachbessern. Im Bremer Innenressort ist man deshalb nach buten un binnen-Informationen alarmiert. Denn auch beim Bremer Verwaltungsgericht liegen zwei Eilanträge vor, die sich gegen die derzeitige Regelung richten. Entschieden ist zwar noch nichts. Im Innenressort fürchtet man aber dem Vernehmen nach, dass möglicherweise Schadensersatzansprüche auf Bremen zukommen könnten.

+++ Nach Party-Aufruf in Bremerhaven droht Strafverfahren +++

Nach einem Party-Aufruf im Internet droht einem 21-Jährigen in Bremerhaven ein Strafverfahren, wie die Polizei mitteilt. Der Mann hatte am Dienstag trotz der Corona-Einschränkungen in Sozialen Netzwerken aufgerufen: "Heute Party in Bremerhaven. Wer Lust hat, kommt vorbei." Dies sei auf keinerlei Verständnis bei den Lesern der Nachricht gestoßen, die die Polizei informierten. Nachdem Beamte den jungen Mann zu Hause aufgesucht hatten, habe sich dieser völlig uneinsichtig gezeigt.

Die Polizei kündigte an, weiter umfangreich zu kontrollieren. Man gehe auch zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung nach. Der überwiegende Teil der Bürger halte sich aber an die Corona-Vorschriften.

+++ Kreuzfahrtschiff muss Rückreise nach Bremerhaven wegen Corona unterbrechen +++

Das Kreuzfahrtschiff "Artania" muss seine Rückreise nach Bremerhaven wegen Corona-Verdachtsfällen unterbrechen. Von neun getesteten Passagieren haben sich sieben mit dem Corona-Virus infiziert.

Eine Luftaufnahme vom Kreuzfahrtschiff Artania
Sieben Corona-Fälle gibt es auf der "Artania". Bild: DPA | Stefan Sauer

Die "Artania" liegt vor der Küste von Australien fest. Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden sind an Bord. Zuvor hatten auf dem Schiff 25 Menschen über Atemwegserkrankungen geklagt. Neben 800 Passagieren sind noch rund 500 Besatzungsmitglieder auf der "Artania". Wie es für sie jetzt weitergeht, ist noch unklar. Phoenix Reisen prüfe in Abstimmung mit den Behörden zum Beispiel Charterflüge, sagte eine Sprecherin.

Das Schiff befand sich auf einer Weltreise, rund 200 Passagiere waren schon von Sydney aus per Flugzeug überwiegend nach Deutschland zurückgeholt worden. Die anderen Passagiere wollten einen Monat lang mit dem Schiff zurück nach Bremerhaven fahren. Wegen möglicher Coronavirus-Infektionen an Bord sind weltweit noch zahlreiche Kreuzfahrtschiffe auf der Suche nach einem Hafen.

+++ Möglicherweise Kurzarbeit beim "Weser-Kurier" +++

Der "Weser-Kurier" ist durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Bedrängnis geraten. Verlagschef David Koopmann rechnet damit, dass das Anzeigengeschäft der Zeitung um bis 80 Prozent einbrechen wird – das bestätigte er buten un binnen auf Anfrage. Momentan berate man über das weitere Vorgehen. buten un binnen liegt ein internes Schreiben vor, aus dem hervorgeht, dass der Verlag ab April möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken will. Diese Maßnahme wollte David Koopmann nicht bestätigen. Trotz der schwierigen Situation solle die Zeitung weiterhin in gewohntem Umfang erscheinen.

+++ Mitschnitt der Regierungserklärung von Andreas Bovenschulte +++

Bürgermeister Bovenschulte (SPD) hat am Vormittag in der Bürgerschaft eine Regierungserklärung zur Corona-Krise abgegeben. Hier können Sie die gesamte Rede nochmal anschauen.

Bürgermeister Bovenschulte verliest die Regierungserklärung

Video vom 25. März 2020
Bürgermeister Andreas Bovenschulte

+++ Abiturprüfungen sollen wie geplant stattfinden +++

Die Abiturprüfungen in Deutschland sollen trotz der Corona-Krise wie geplant stattfinden. Das berichtet die Nachrichtenangentur AFP. Laut der Agentur habe sich die Kultusministerkonferenz (KMK) am Mittwochnachmittag auf eine Durchführung der Prüfungen geeinigt.

Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Absage von Prüfungen nicht notwendig. Die Schüler könnten in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben. Die Prüfungen fänden zum geplanten oder zu einem Nachholtermin bis zum Ende des Schuljahres statt, "soweit dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist".

Der Beschluss der KMK zeigt, dass wir mit unserem Bremer Weg richtig lagen. Die Kultusminister haben sich darauf verständigt, dass die Prüfungen von den Schülerinnen und Schülern abgelegt werden können. Unser Stufen-Modell besteht fort. Wichtig ist es, dass die Abschlüsse im gesamten Bundesgebiet anerkannt werden. Das ist gewährleistet.

Claudia Bogedan (SPD), Bildungssenatorin Bremen

So unterrichten Bremer Lehrer ihre Schüler von zuhause aus

Video vom 21. März 2020
In einem leeren Klassenzimmer sitzt ein Mann an einem Schreibtisch. Er schaut auf einen Comuter, der vor ihm steht. Auf einer Leinwand im Hintergrund sieht man ein junges Maedchen.

+++ Kostümabteilung des Stadttheaters Bremerhaven näht Atemschutzmasken +++

Ab sofort nähen Mitarbeiter der Kostümabteilung des Stadttheaters Bremerhaven Mund- und Nasenschutzmasken. Das teilte das Theater mit. Die Initiative sei von der Abteilungsleiterin Viola Schütz ausgegangen. Sie war durch eine Rundmail der Gesellschaft für Kostümschaffende auf das Thema aufmerksam geworden. So sei der Wunsch entstanden, in der Krise etwas sinnvolles zu tun. Mit einem eigens entwickelten Schnittmuster der Arbeiterwohlfahrt Bremerhaven (AWO) nähen die Mitarbeiter der Schneiderei die Masken nun im Stadttheater, aber auch in Heimarbeit. Sie sollen anschließend durch Freiwillige an Altenpflegeeinrichtungen und Ambulante Pflegedienste verteilt werden.

+++ Erster Todesfall durch das Coronavirus in Bremen +++

Heute ist in Bremen die erste Person an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus verstorben. Das teilte das Gesundheitsressort mit. Es handele sich um einen 76-jährigen Mann, der in einer Pflegeeinrichtung lebte und bereits an Vorerkrankungen litt.

Die Infektion war bekannt, er war innerhalb der Einrichtung auf einer extra eingerichteten Corona-Station isoliert worden.

Mein Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und allen, die ihn gut kannten. Ich trauere mit ihnen und wünsche Kraft und Trost in diesem schweren Moment.

Claudia Bernhard, Gesundheitssenatorin (Linke)

+++ Zwei neue Infizierte in Bremerhaven +++

Die Stadt Bremerhaven meldet, dass sich zwei weitere Menschen dort mit dem Coronavirus infiziert hätten. Sie kamen aus Spanien und haben sich direkt im Anschluss in häusliche Quarantäne begeben. Damit hat Bremerhaven 16 Corona-Fälle. Für die Stadt Bremen meldete das Gesundheitsressort am Vormittag 188 Fälle – im Land Bremen sind es jetzt also insgesamt 204 Corona-Fälle.

+++ Coronakrise führt zu Einigkeit zwischen Regierung und Opposition +++

Eine so weitgehende Einigkeit zwischen Regierung und Opposition gab es in der Bremischen Bürgerschaft selten: Abgeordnete von SPD, Grünen und Linken haben den Senat für ein schnelles und entschlossenes Handeln in der Coronakrise gelobt – und auch CDU-Fraktionschef Thomas Röwekamp sagte, das Vorgehen der Bremer Landesregierung sei richtig und verdiene uneingeschränkte Unterstützung. FDP-Fraktionsvize Hauke Hilz lobte während der Debatte zudem die gute Zusammenarbeit der Bundesländer in den vergangenen Tagen.

++ Bremer Staatsanwaltschaft hat 180.000 Euro von mutmaßlichen Corona-Betrügern gepfändet +++

Die Bremer Staatsanwaltschaft hat 180.000 Euro vom Konto eines mutmaßlichen Corona-Betrügers gepfändet. Der Händler aus Bremen soll Atemschutzmasken und Desinfektionsmittel angeboten haben, die er gar nicht besaß.

Laut Staatsanwaltschaft waren vier Unternehmen auf das betrügerische Online-Angebot hereingefallen. Sie hätten insgesamt 200.000 Euro auf das Konto des Händlers überwiesen. Das Geld sei sofort an Konten Dritter weitergeleitet worden. 180.000 Euro konnten aber noch sichergestellt werden.

+++ Obdachlose benötigen Hilfe +++

Die aktuelle Situation ist besonders für Menschen ohne festes Dach über dem Kopf sehr schwierig. Deshalb bitten Bremens Streetworker um Unterstützung für Obdachlose:

+++ RKI ändert Test-Leitlinien +++

Für Coronavirus-Tests hat das Robert Koch-Institut (RKI) angesichts der Pandemie seine Linie angepasst. Das bisherige Kriterium, dass ein Patient in einem Gebiet mit Covid-19-Fällen gewesen sein muss, entfalle, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. Prinzipiell sollen nur Menschen mit Symptomen getestet werden, bekräftigte Wieler. Die Entscheidung anhand weiterer Kriterien, wie Kontakt zu einem
bestätigten Fall, treffe der behandelnde Arzt. Ziel sei es, die Testressourcen gezielter einzusetzen, betonte Wieler. Wer mild erkrankt sei und mangels Testkapazitäten derzeit nicht getestet werden könne, solle zu Hause bleiben und Abstand zu anderen halten, appellierte der RKI-Chef.

+++ Bremerhaven bietet Telefonberatung für Eltern an +++

Bremerhaven möchte Eltern unterstützen, die ihre Kinder seit der Schließung von Schulen und Kitas zu Hause betreuen. Das teilte die Stadt mit. Nicht zuletzt fehlende soziale Kontakte der Kinder könnten zu belastenden Konfliktsituationen führen, die in den Familien aufgefangen werden müssten. Die aktuelle Situation erfordere ein hohes Maß an Erziehungsfähigkeit.

Um in Krisensituationen aktiv zu unterstützen, bietet das Dezernat für Jugend und Schule des Magistrats eine telefonische Beratung durch qualifizierte Ansprechpartner an. Die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Familien ist unter der Nummer 0471/5902543 erreichbar, das Regionale Beratungs- und Unterstützungszentrum (ReBUZ) unter der Nummer 0471/5903590. Eine Onlineberatung steht über die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung unter www.bke.de zur Verfügung.

+++ Insgesamt 202 Menschen im Land Bremen mit dem Coronavirus infiziert +++

Das Bremer Gesundheitsressort hat neue Zahlen zu den Bremer Coronafällen herausgegeben. Demnach haben sich im Land Bremen insgesamt 202 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, in der Stadt Bremen sind es 188 und in Bremerhaven nach wie vor 14. Diesen Angaben zufolge ist in Bremerhaven seit mehreren Tagen niemand neu infiziert worden. Die Zahl der Genesenen blieb laut Gesundheitsressort bei 26.

+++ Bovenschulte: "Halten Sie Abstand, aber bleiben Sie solidarisch."

Die aktuelle Situation habe für viele Bremer und Bremerhavener nichts mit vorgezogenen Ferien zu tun. "Sie tut oft einfach nur weh", sagt Bürgermeister Bovenschulte (SPD). Er danke allen Bürgerinnen und Bürgern des Landes Bremen für ihre Geduld. Räumlicher Abstand und soziale Nähe sei wichtiger denn je. "Bleiben Sie, wenn auch nur virtuell, beieinander. Greifen Sie zum Kugelschreiber, schreiben Sie einen Brief. Die Post funktioniert ja noch. [...] Halten Sie Abstand, aber bleiben Sie solidarisch", spricht der Bürgermeister den Bremern Mut zu.

+++ Bremen müsse jetzt neue Kredite aufnehmen +++

Die Krankheit sei laut Bovenschulte nicht mit einem Krieg zu vergleichen – doch Merkels Aussage, dass es die größte Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg sei, stimme. "Entschlossenes Handeln nach der Krise ist genauso wichtig, wie entschlossenes Handeln in der Krise", sagt der Bürgermeister. Ohne neue Schulden werde es auf absehbare Zeit nicht gehen. So seien auch die 20 Millionen Euro Unterstützung nur der Anfang, es würde mehr folgen müssen. Die Schwarze Null als Ziel sei aktuell kontraproduktiv.

+++ Bovenschulte fordert Ausweitung der Intensivmedizin +++

Die Zahl der Infektionen steige weiter an, so Bovenschulte. Das heiße nicht, dass die Maßnahmen nicht greifen würden. Es werde einfach rund zwei Wochen dauern. Da auch die schweren Verläufe erst in einiger Zeit zu erwarten seien, müssten die Krankenhäuser weiter unterstützt und die Intensivmedizin ausgebaut werden. "Keine Klinik in Bremen wird in der Coronakrise in die Insolvenz fallen", sagt Bovenschulte. Reiche die Unterstützung des Bundes nicht aus, werde Bremen aushelfen. "Ohne Wenn und Aber."

+++ Bovenschulte: Grundrechte dürfen nicht so lange eingeschnitten werden +++

Die Grundrechte seien ein hohes Gut und in einer Demokratie dürfe über einen langen Zeitraum nicht so sehr ins Leben der Menschen eingegriffen werden, sagt Bovenschulte. Es sei wichtig, dass die Regierung schnell und entschlossen handle – aber die Kontrolle durch das Parlament sei deshalb lange nicht ausgeschaltet. "Das Parlament hat nicht aufgehört zu existieren", sagt Bovenschulte. In solchen Zeiten sei es die Aufgabe der politisch Verantwortlichen klar zu handeln, ohne den Menschen Angst zu machen.

+++ Bovenschulte will auch nach der Coronakrise für systemrelevante Berufstätige da sein +++

In vielen dieser Berufe seien es überwiegend Frauen, die Einsatz zeigen, so Bovenschulte. Unser Begriff von Systemrelevanz habe sich in den letzten Tagen weitreichend geändert: "Ich kann mir nur sehr wünschen, dass wir uns am Tag nach der Coronakrise daran erinnern, wer tagtäglich für uns da war. [...] Wir haben da was zurückzugeben, und zwar nicht zu knapp", sagte Bovenschulte.

+++ Bürgermeister Bovenschulte: "Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten." +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) informiert über die aktuelle Lage im Land Bremen und rekapituliert die Entwicklungen der letzten Wochen. Weniger als einen Monat nach dem ersten Fall in Bremen, sei unser Land im wesentlichen erstarrt, so der Bürgermeister. "Dennoch geht das Leben weiter", sagt Bovenschulte. Auch Bovenschulte bedankte sich bei allen Menschen, die jetzt so wichtige Arbeit in der kritischen Infrastruktur leisten würden. Aber auch bei denen, die "einfach weiterarbeiten", damit nicht alles zum Erliegen komme.

+++ Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff ruft zum Zusammenhalt der Demokraten auf +++

Es gebe bereits jetzt Populisten und Hetzer, die nach Schuldigen für diese Krise suchen würden, sagt Imhoff. Und dabei haben sie nicht eine einzige Lösung aufgezeigt. "Umso wichtiger ist es, dass wir als Demokraten jetzt zusammenhalten", sagt Imhoff.

+++ Bremer Politiker danken Ärzten, Pflegern und Kassiererinnen für ihren Einsatz in der Coronakrise +++

Mit Applaus danken die Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft den Pflegeteams, Ärzten, Kassiererinnen und allen anderen Menschen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, dafür, wie sie die Krise meistern. "Sie sind die Helden des Alltags", sagt Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff (CDU).

+++ Bremische Evangelische Kirche richtet Corona-Hotline ein +++

Gibt es noch Trauerfeiern? Feiert ihr Gottesdienste zu Ostern? Für solche und ähnliche Fragen zum Thema "Coronavirus und evangelische Kirche" hat die Bremische Evangelische Kirche in dieser Woche eine Hotline eingerichtet. Diese Hotline ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr unter 0421/55 97-269 erreichbar. Außerhalb dieser Zeiten kann man eine Nachricht hinterlassen und wird zurückgerufen.

Die Kirche betont, dass diese Hotline nicht die Telefonseelsorge ersetzen soll. Diese ist weiterhin unter 0800-111 0 111 und 0800-111 0 222 erreichbar. Das Ziel ist es, mit der Corona-Hotline Sachfragen zu klären – alle Mitarbeitenden seien jedoch geschult, um Gespräche im Fall der Fälle auch seelsorgerlich gestalten zu können.

+++ Anrufdienst für einsame Menschen +++

Die St. Petri Domgemeinde hat einen Anrufdienst eingerichtet. Der Dienst richtet sich an Menschen, die ohne soziale Kontakte und einsam sind, weil sie sich in ihre Wohnungen zurückgezogen haben. Es gehe darum, ein kleines Lebenszeichen zu geben, die Nachfrage, wie es dem anderen an diesem Tag geht, ob er oder sie gut geschlafen habe, heißt es in einer Pressemitteilung. Wer gerne einen Anruf erhalten möchte kann sich melden unter 0421/ 36 50 415.

+++ Gottesdienst-Videos in Gebärdensprache +++

Auch die Evangelische Gehörlosenseelsorge kann derzeit keine Gottesdienste feiern. Pastor Gerriet Neumann hat deshalb für seine Gehörlosengemeinden in Bremen und Niedersachsen Videos mit Psalmen und Gebeten in Gebärdensprache erstellt.

+++ Lufthansa parkt Maschinen wegen Corona-Krise auf dem Flugplatz in Nordholz +++

Lufthansa-Maschinen auf dem Flugplatz Nordholz
Vier Lufthansa-Maschinen sind in Nordholz bei Cuxhaven geparkt worden. Bild: Flugplatz Nordholz

Die Lufthansa hat wegen der Corona-Krise vier ihrer Maschinen auf dem Zivilflughafen Nordholz bei Cuxhaven geparkt. In dieser Situation zeige sich, wie wichtig auch kleinere Flughäfen seien, sagte der Geschäftsführer des Nordholzer Flughafens, Thomas Lötsch. Die Lufthansa legt weit über 80 Prozent ihrer Flugzeuge still und parkt sie auf Flughäfen in der gesamten Republik. Der Flughafen, der die Start- und Landebahn des Nordholzer Militärflughafens mitnutzt, wird seit der Schließung des Regionalflughafens Luneort auch für Bremerhavener Verkehre genutzt.

+++ Eventim warnt vor Insolvenzwelle – Spätere Ticketerstattung gefordert +++

Kleine und mittelgroße Veranstalter von Konzerten und Kulturevents sind nach Worten von Eventim-Chef Klaus-Peter Schulenberg aufgrund der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht. Sollte es eine bislang geplante aufschiebende Regelung für die Ticketerstattung nicht geben, dann werde die Kulturlandschaft in Deutschland umfassend und dauerhaft Schaden nehmen. "Dann gehen mehr als die Hälfte der deutschen Veranstalter in den Konkurs", warnte Schulenberg gegenüber der Deutschen Presse Agentur. Allein bei Eventim seien inzwischen 55.000 Veranstaltungen verschoben worden.

+++ Geldstrafen bei Verstoß gegen die Kontaktbeschränkung +++

Wer im Land Bremen gegen die Kontaktbeschränkung verstößt, muss bis zu 150 Euro Geldstrafe zahlen – und muss mit einer Anzeige rechnen. Das erklärte Bürgermeister Bovenschulte am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Er sagte, die Höhe hänge davon ab, wie gravierend und vorsätzlich der Verstoß ist. Auch ein Verwarngeld von 50 Euro sei denkbar. Bovenschulte kündigte an, zeitnah weitere Sanktionen festlegen zu wollen.

+++ Bürgermeister Andreas Bovenschulte gibt Regierungserklärung zum Coronavirus ab +++

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) wird am Vormittag (10 Uhr) vor der Bürgerschaft eine Regierungserklärung zur Coronakrise abgeben. Die Erklärung senden wir im Livestream. Bovenschulte will die Abgeordneten über den aktuellen Stand der Pandemie im Land Bremen informieren, anschließend debattieren die Parlamentarier über das Thema.

Bovenschulte zieht bislang eine positive Bilanz: Die absolut meisten Menschen in Bremen und Bremerhaven hielten sich an die derzeit geltenden Regeln und zeigten Verständnis. Demnach wurden bislang lediglich kleinere Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen registriert, in 99 Fällen ermittelt die Polizei. Zwar hält Bovenschulte weitere Einschränkungen für die Bevölkerung je nach Entwicklung der Pandemie nicht für ausgeschlossen – eine Ausgangssperre aber lehnt der Bremer Bürgermeister bislang ab.

Thema in Bovenschultes Rede dürften auch die wirtschaftlichen und finanziellen Folgen der Pandemie im Land Bremen sein. Auch darüber hinaus stehen die Sitzungen der Abgeordneten von Stadtbürgerschaft und Landtag ganz im Zeichen der Coronakrise: die Tagesordnungen sind verkürzt – und getagt wird im Bremer Messezentrum – weil die 84 Parlamentarier dort den Mindestabstand zueinander einhalten können.

Auch in Hannover kommt der Landtag zusammen. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) will den Abgeordneten dort ebenfalls seine Strategie zum Umgang mit der Coronakrise erläutern.  

+++ Bremen hat aktuell verschiedene Pläne für seine Abiturienten +++

Wie genau die Abiturprüfungen in diesem Jahr ablaufen sollen, ist noch nicht klar. Fest steht, dass das Schuljahr zählen soll und auch, dass Abschlüsse vergeben werden müssen. Das kündigte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Stefanie Hubig (SPD) an. Im Moment gibt es unterschiedliche Ideen in unterschiedlichen Bundesländern. Für das Land Bremen gibt es vor dem Hintergrund der aktuellen Ungewissheit, wie sich das Coronavirus auf Bremen auswirkt, einen Plan A und einen Plan B, heißt es aus dem Bildungsressort. Plan A sieht vor, die schriftlichen Prüfungen wie geplant ab dem 23. April stattfinden zu lassen. Plan B wäre eine Terminverschiebung in Absprache mit anderen Bundesländern.

Aus Hannover hieß es am Dienstag, es soll 2020 sowohl Sommerferien als auch Abitur geben. Ob mit Prüfung oder ohne, ließ Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) offen.

+++ Sicherheitsabstand: Bremerhaven sperrt ab Mittwoch jeden zweiten Bus-Sitz +++

Die Verkehrsgesellschaft Bremerhaven Bus fährt derzeit nach Notfallplan und setzt deshalb weniger Busse ein. Weil die Zahl der Fahrgäste sich aber nicht entsprechend verringert hat, konnten die Sicherheitsabstände in den Bussen nicht eingehalten werden. Daher soll ab Mittwoch jeder zweite Sitz gesperrt werden.

Außerdem sollen auch fast nur noch große Gelenkbusse eingesetzt werden. Für Mitarbeiter im Fischereihafen setzt Bremerhaven Bus auf zusätzliche Charterbusse. Der ausgedünnte Notfahrplan hatte dazu geführt, dass einige Beschäftigte nicht rechtzeitig zur Arbeit kamen. Beim eingeschränkten Fahrplan soll es aber bleiben, so die Geschäftsführung von Bremerhaven Bus.

So verringert eine Kontaktbeschränkung die Ausbreitung des Virus:

Eine Grafik die darstellt, in welcher Geschwindigkeit andere Menschen angesteckt werden. HEUTE N A CH 5 T A GEN 2,5 Menschen 406 Menschen 15 Menschen 2,5 Menschen 1,25 Menschen 1 Mensch 1 Mensch 1 Mensch 0,625 Menschen N A CH 30 T A GEN INFIZIE R T INFIZIEREN INFIZIEREN INFIZIEREN INFIZIE R T INFIZIE R T 50% WENIGER S O Z I AL K O N T AK T GEWOH N TER S O Z I AL K O N T AK T 75% WENIGER S O Z I AL K O N T AK T
Quelle: University of San Diego, Signer Laboratory

+++ DFL will Bundesliga-Pause bis Ende April verlängern +++

Die Deutsche Fußball-Liga hat erneut auf die Coronakrise reagiert und will die Aussetzung des Spielbetriebs in der 1. und 2. Bundesliga mindestens bis zum 30. April verlängern. Eine entsprechende Empfehlung des Präsidiums werden die 36 Profivereine auf der Mitgliederversammlung am 31. März mit höchster Wahrscheinlichkeit beschließen.

Bei einem kompletten Saison-Abbruch drohen der gesamten Branche Einnahmeverluste in Höhe von rund 750 Millionen Euro. Die DFL arbeitet daher momentan unter Hochdruck an Konzepten, Spiele zu gegebenem Zeitpunkt auch ohne Stadion-Zuschauer und mit einem Minimal-Einsatz von Arbeitskräften in den Bereichen Sport, allgemeine Organisation und Medien durchzuführen. Ziel bleibe es, die Saison zu einem Abschluss zu bringen.

+++ Bestätige Corona-Fälle im Land Bremen steigen auf 195 +++

In der Stadt Bremen wurden neun neue Corona-Infizierten gemeldet. Damit steigt die Zahl im Land Bremen auf insgesamt 195. In Bremerhaven wurden keine neuen Fälle registriert. Insgesamt sind inzwischen 35 Menschen wieder genesen. Aufgrund eines Software-Übermittlungsfehlers wurden am Dienstagvormittag versehentlich 15 Menschen in Bremerhaven als infiziert gemeldet. Diese Zahl wurde nun auf 14 korrigiert.

Die neuen Regeln sollen zum Abflachen der Kurve beitragen:

Grafische Darstellung eines Schemas über die Eindämmung des Corona-Virus Z eit F älle Unkont r ollie r te A usb r eitung Mit Maßnahmen Quelle: Bundesgesundheitsministerium Kapazität des Gesundheitssystems

Wie klappt die Kontaktbeschränkung in Bremen?

Video vom 23. März 2020
Einige Menschen laufen an der Weser lang, nebendran ein Streifenwagen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. März 2020, 19:30 Uhr