11 Corona-Fälle: Bremerhavener Krankenhaus schließt Innere Medizin

  • Klinik für Inneres des Krankenhauses Reinkenheide wird geschlossen
  • Es gab viele Infektionen unter Patienten und Mitarbeitenden
  • Andere Abteilungen sollen akute Notfälle übernehmen

Die Klinik für Inneres des Krankenhauses Reinkenheide in Bremerhaven wurde geschlossen. Das teilte Jörg Fierlings, Chefarzt der Notaufnahme, am Freitag mit. Grund sei eine Häufung von Corona-Infektionen auf einer Station. Insgesamt elf Patienten und Mitarbeitende seien dort infiziert. "Im Moment soll niemand mehr auf die Station verlegt werden", sagte Fierlings. Entlassungen solle es nur in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt geben.

Die Schließung bedeute auch, dass nicht dringend notwendige Untersuchungen nach hinten verschoben würden. "Wir haben aber Notfallmaßnahmen ergriffen, damit wir weiterhin Patienten der Inneren Medizin versorgen können", so der Chefarzt weiter. Akute Notfälle sollten auf anderen Stationen behandelt werden.

Nur ein Mitarbeiter hat bisher Krankheitssymptome

Die Infektionen waren bekannt geworden, als ein Patient der Station vor einer Verlegung auf das Corona-Virus getestet wurde. Der Test ergab eine Infektion, obwohl der Patient keine Symptome hatte. Tests der Kontaktpersonen zeigten dann, dass fünf weitere Patienten und sechs Mitarbeiter ebenfalls infiziert sind. Nur ein Mitarbeiter habe bislang leichte Krankheitsanzeichen.

Wie lange die Klinik für Inneres geschlossen bleibt, steht noch nicht fest. Zunächst sollen weitere Tests durchgeführt werden. "Die Schließung wird so lange anhalten, bis wir genügend Abstriche haben, um zu wissen, wo wir stehen", sagte Jörg Fierlings.

Für das städtische Klinikum Reinkenheide ist es nicht der erste Corona-Fall. "Wir haben seit einigen Wochen immer wieder positive Fälle – wir haben insofern Übung in der Kontaktpersonen-Ermittlung", sagte Ronny Möckel, Leiter des Gesundheitsamtes Bremerhaven. Er habe die ganz große Hoffnung, dass sich diese Infektionen auf einen Bereich beschränken würden, "sodass wir die Situation weiter unter Kontrolle haben können. Wir sollten es jetzt gut handeln können", so Möckel weiter.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 24. April 2020, 19.30 Uhr