Bremen erwartet große Lieferung an Corona-Schutzausrüstung

  • Bremen erwartet "zeitnah" große Lieferung von Schutzausrüstung
  • Lieferung vom Bund bislang deutlich zu wenig
  • Sprecher: "Bedarf kann damit vorläufig gedeckt werden"
Maximaler Vollschutz mit doppelten Handschuhen, Atemschutz, Schutzbrille und ein Vollkörperanzug bei Feuerwehrbeamten (Symbolbild)
Bereits bestellte Masken und Kittel werden nicht geliefert. Unseriöse Anbieter drängen in der Corona-Pandemie auf den Markt. Die Preise für Schutzausrüstung sind explodiert. Bild: Imago | Benjamin Horn

Schutzausrüstung gegen das Coronavirus ist Mangelware. Es ist ein regelrechter Wettstreit darum entstanden. Der Bund hatte angekündigt, das Material zentral zu bestellen. Der Bedarf in allen Bundesländern ist riesig. Bremen hatte einen Bedarf in der Größenordnung von mehreren hunderttausend Masken, Kitteln und Handschuhen angemeldet. Was bisher angekommen ist, reiche hinten und vorne nicht, sagt Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts.

"Wir haben bislang mehrere tausend Masken und andere Ausrüstung bekommen." Das sei ein einstelliger Prozentsatz, von dem was Bremen beim Bund geordert hat.

Doch jetzt ist das dringend benötigt Material auf dem Weg zu den Krankenhäusern, Ärzten, Polizisten und Feuerwehrleuten, bestätigt Fuhrmann buten un binnen. Wann genau aber die Lieferung eintrifft, um die sich Bremen selbst gekümmert hat, wollte der Sprecher nicht konkret sagen. Nur so viel: "Wir erwarten das Material zeitnah." Damit könne der Bedarf im Land Bremen vorläufig gedeckt werden. Mit anderen Worten: Es reicht nur für einen bestimmten Zeitraum. Bremen muss also weiter dran bleiben, um weiterhin genügend Schutzausrüstung zu haben.

Bremen nimmt Beschaffung von Corona-Schutzausrüstung selbst in die Hand

Wenn die dringend benötigte Schutzkleidung ankommt, wird sie nach einem festen Schlüssel verteilt. Sie geht an:

  • Kliniken
  • Pflegeeinrichtungen
  • Polizei
  • Rettungsdienst
  • Feuerwehr
  • den öffentlichen Gesundheitsdienst
  • Hebammen
  • Zahnärzte

"Seit Dienstag übernehmen wir auch die Verteilung der Schutzausrüstung an die niedergelassenen Ärzte. Damit wollen wir sicherstellen, dass auch die Niedergelassenen versorgt werden", erklärt Fuhrmann die veränderte Verteilung. Ursprünglich sollte dies die Kassenärztliche Vereinigung (KV) übernehmen. Das lief allerdings nicht wie geplant, so dass etliche Bundesländer selbst aktiv geworden sind und den umkämpften Markt nach Corona-Schutzausrüstung abgrasen.

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Video vom 1. April 2020
Andreas Dotzauer

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 31. März 2020, 19:30 Uhr