Senat plant Aktionsprogramm zur Rettung der Innenstadt

  • Dafür sollen 10 Millionen Euro bereitgestellt werden.
  • Das hat Bürgermeister Bovenschulte heute auf dem City-Gipfel verkündet
  • Geld soll aus dem Bremen-Fonds kommen
Video vom 15. Juli 2020
In der oberen Rathaushalle sitzen Vertreter aus Politik und Wirtschaft an einem langen Tischkarree
Bild: Radio Bremen

Um die negativen Folgen der Corona-Krise für die Innenstadt abzufedern, will der Bremer Senat noch in den kommenden Wochen ein Aktionsprogramm auf den Weg bringen. Dafür sind laut Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) rund 10 Millionen Euro vorgesehen. Das Geld soll aus dem sogenannten Bremen-Fonds kommen, der zur Bewältigung der Corona-Krise aufgelegt wurde und 1,2 Milliarden Euro umfasst.

Laut Bovenschulte sollen die 10 Millionen Euro für kurzfristige Hilfsmaßnahmen zur Förderung der Innenstadt eingesetzt werden. "Wir wollen ein Klima schaffen, durch das möglichst wenige Geschäfte schließen müssen", so der Bürgermeister.

Eine Maßnahme soll es unter anderem sein, mehr Veranstaltungen in die Innenstadt zu holen. "Wir brauchen ein Veranstaltungskonzept unter Pandemie-Bedingungen. Denkbar ist es, Veranstaltungen aus der Glocke oder der ÖVB-Arna auf den Domshof zu holen", sagte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) während ihres Vortrags auf dem City-Gipfel. Denkbar sei auch ein Autokino auf dem Domshof, um etwa Konzerte zu übertragen.

Das Aktionsprogramm sieht neben vermehrten Veranstaltungen in der Innenstadt auch Ideen zur Zwischennutzung von leerstehenden Geschäften vor. Geplant sei dort unter anderem die Eröffnung von sogenannten Pop-Up-Stores, so Vogt. Dabei handelt es sich um provisorische Geschäfte, die nur für eine begrenzte Zeit bestehen. Weitere Maßnahmen sind zudem in den Bereichen Digitalisierung und Marketing vorgesehen. Dazu zählt etwas freies Wlan sowie ein digitales Besuchs- und Informationssystem.

Es gehe jetzt darum, die Innenstadt möglichst schnell attraktiver zu machen, so Vogt. Laut Bovenschulte will der Senat einen ersten Entwurf des Aktionsprogramms bereits in den kommenden Wochen erarbeiten.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. Juli 2020, 19:30 Uhr