Breminale muss möglicherweise mit weniger Geld auskommen

  • Wirtschaftsförderung halbiert ihren Zuschuss auf 30.000 Euro
  • Weitere 30.000 Euro können aber für unkalkulierbare Risiken bereitgestellt werden
  • Auswirkungen auf die Veranstaltung sind derzeit offen
Menschen auf der Breminale
Weniger Fördergeld für die Breminale - Die Konsequenzen sind noch unklar.

Die Bremer Wirtschaftsförderung war stutzig geworden: Nach einem Wechsel in der Festivalleitung hatten die neuen Breminale-Macher teils deutlich höhere Kosten angemeldet. Überzeugend fand die WFB das nicht. Der Vergabeausschuss kassierte eine Zusage über 60.000 Euro wieder ein, die er noch der alten Breminale-Leitung gegeben hatte. Stattdessen fließt jetzt nur die Hälfte. Mehr soll es nur im Ausnahmefall geben, zum Beispiel wenn das Sommerfest im Regen versinkt und Einnahmen ausbleiben.

Neben der WFB fördert auch das Kulturressort die Breminale mit 65.000 Euro. Fast die Hälfte ihres Budgets von rund 500.000 Euro erwirtschaften die Veranstalter selber – mit Einnahmen aus Standgebühren. Das für Besucher kostenlose Kulturfest am Osterdeich findet in diesem Jahr Ende Juli statt. Zum Programm haben sich die Veranstalter bisher nicht geäußert.

Die Kalkulation der neuen Breminale-Veranstalter war für die Wirtschaftsförderung Bremen nicht ganz nachvollziehbar, sagt Juliane Scholz, Sprecherin der WFB. Einzelne Posten haben die neuen Breminale-Macher von Concept Bureau UG offenbar höher angesetzt, als ihre Vorgänger. Die Kostensteigerung hält der Vergabeausschuss nur in Teilen für gerechtfertigt. Die Veranstalter hatten bei der WFB ursprünglich einen Zuschuss von 60.000 Euro beantragt. Die Wirtschaftsförderung hat jetzt aber erst einmal nur 30 000 Euro bewilligt. Mehr Geld gibt es erst, wenn die Veranstalter im Rahmen ihrer Kalkulation Verluste machen, so Scholz weiter. Dann hilft die WFB noch einmal mit bis zu 30.000 Euro aus. Das war im vergangenen Jahr noch anders. Da gab es die ganze Fördersumme auf einmal.

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Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 1. März 2018, 6 Uhr