Weitere Fliegerbombe muss in der Überseestadt entschärft werden

  • Die Bombe liegt wieder auf der Baustelle an der Straße "Löwenhof"
  • Der 500-Kilo-Blindgänger wird voraussichtlich am Dienstag entschärft
  • Experten schließen weitere Bombenfunde nicht aus
Baggerführer Mirko Scharlock sitzt in seinem Bagger
Bild: IRadio Bremen

Auf der Baustelle an der Straße "Löwenhof" ist ein weiterer Blindgänger gefunden worden. Nach Informationen von buten un binnen wiegt er 500 Kilogramm. Er soll am Dienstagmittag gegen 12 Uhr entschärft werden. Dies kann bis zu anderthalb Stunden dauern.

Karte von Bremen, auf der der Bombenfund und in zwei Umkreisen die Evakuierungszonen eingezeichnet sind.
Diese Karte zeigt den Fundort. Der Bereich im roten Kreis wird geräumt, für den äußeren Ring gilt "luftschutzmäßiges Verhalten". Bild: Bing Maps | Montage Radio Bremen

In den vergangen Wochen sind bereits mehrere Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg auf derselben Baustelle gefunden worden. Erst am vergangenen Mittwoch wurden deswegen sämtliche Gebäude im Umkreis von 400 Metern geräumt. Etwa 1.500 Menschen müssen das Gebiet in der Nähe des Hafens verlassen.

Blick auf die Baustelle an der Straße Löwenhof.
Auf diesem Grundstück an der Überseestadt wurden die zu entschärfenden Bomben gefunden.

Die Folgen der Entschärfung bekam auch der Verkehr zu spüren: Die Stephani-Brücke (B6/B75) und die parallele Zugstrecke von und nach Oldenburg wurden kurzfristig gesperrt. Im Umkreis von 700 Metern gilt luftschutzmäßiges Verhalten, heißt: Man darf sich während der Entschärfung im Gebäude aufhalten. Aber man sollte in Räume gehen, die vom Bombenfundort abgewandt liegen. Außerdem sollten Fenster gemieden und gekippt werden. Laut Polizei darf man sich in dieser Zone ab etwa 10 Uhr nicht auf Straßen und Wegen aufhalten.

Aufgrund der Beschaffenheit des Erdreichs auf der Baustelle können Experten nicht genau sagen, wie viele Blindgänger noch im Boden stecken. Deshalb sind weitere Bombenfunde nicht ausgeschlossen.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 12. Februar 2018, 14 Uhr