Fahrrad-Bienen sollen bei Imkerausbildung helfen

Große Aufregung am Montag: Tausende Bienen bevölkerten ein Fahrrad im Bremer Stephanieviertel. Imker Horst Wolfrum brachte sie in Sicherheit – aber wie geht es jetzt weiter?

Zu sehen ist ein Fahrrad-Rad, das von Bienen besetzt wird.

Wo am Montag noch Tausende Bienen saßen, herrscht am Dienstag Ruhe: Imker Horst Wolfrum hat die Tiere zu sich nach Hause gebracht. Dort müssen sie noch bis Mittwochmorgen in ihrer Transportkiste ausharren. Wolfrum schätzt ihre Zahl auf 16.000.

Da in Bremen die amerikanische Faulbrut – eine bakterielle Brutkrankheit – umgeht, müssen die Insekten mindestens 24 Stunden in der Kiste bleiben, bevor sie schließlich an einem anderen Ort wieder angesiedelt werden können. "Das ist genug Zeit, damit die Spore ausgeschieden wird", sagt Wolfrum. Danach geht es zum "Lehrbienenstand" des Bremer Imkervereins in Oberneuland. Dort sollen die Bienen laut Wolfrum aufgepäppelt und bei Imkerschulungen eingesetzt werden.

In einiger Zeit könnte das Volk, das das Fahrrad im Stephanieviertel so attraktiv fand, von einem Imker gekauft werden. "Das Volk würde so etwa 150 Euro kosten", sagt Wolfrum. Übrigens: Auch wenn die Masse der Bienen bedrohlich gewirkt hat, sei von ihnen keinerlei Gefahr ausgegangen, sagt der Imker.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 20. Mai 2019, 19:30 Uhr