Ermittlungen gegen Kapitän der "MSC Zoe" wohl ausgeweitet

  • Vorwurf: Kapitän soll eine Abkürzung genommen haben
  • Niederländische Staatsanwaltschaft ermittelt
  • Spezialschiffe sollen Container bergen
Das Havariekommando veröffentlichte ein Bild der MSC- Zoe, nachdem der Container-Frachter 270 Container in einem Sturm verloren hatte.
Bei einem Sturm gingen rund 300 Container von der "MSC Zoe" über Bord. Bild: Havariekommando Cuxhaven

Die niederländische Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen den Kapitän der "MSC Zoe" offenbar ausgeweitet. Jetzt ist auch die Fahrtroute ein Thema. Das berichtet die Nordwestzeitung und beruft sich auf das zuständige Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft in Den Haag.

Fischer werfen dem Kapitän demnach vor, eine Abkürzung genommen zu haben. Der Container-Frachter sei nur knapp 30 Kilometer vor den friesischen Inseln entlang gefahren. Die Wassertiefe beträgt hier teilweise nur 17 Meter. Deswegen dürfen größere Schiffe diese Route eigentlich nicht nehmen. Die "MSC Zoe" hat vollbeladen einen Tiefgang von 16 Metern.

Der Riesen-Frachter hatte in der vergangenen Woche bei stürmischer See auf dem Weg nach Bremerhaven fast 300 Container verloren. 20 Container sowie ihr Inhalt wurden an Stränden angespült. Die meisten Boxen liegen aber auf dem Meeresboden. Ihre Bergung mit drei Spezialschiffen soll jetzt beginnen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachricthen, 12. Januar 2019, 12 Uhr