DLRG zieht Sommerbilanz: 2 Ertrunkene in Bremen

  • Bundesweit mindestens 329 Ertrunkene zwischen Januar und August
  • Einsatzzahlen der Bremer DLRG waren niedriger als befürchtet
  • Insgesamt etwa 150 Hilfeleistungen
Ein Boot der DLRG zur Wasserrettun. An Bord sind zwei Personen mit gelben T-Shirts.
Etwa 150 Hilfeleistungen erfasste die DLRG in Bremen. Bild: Radio Bremen

In Bremen sind laut der Deutschen Lebens-RettungsGesellschaft (DLRG) in diesem Jahr bislang zwei Menschen ertrunken. Das gab der Verein in seiner Sommerbilanz bekannt. Insgesamt ertranken in Deutschland zwischen Januar und August mindestens 329 Menschen, die meisten von ihnen in Bayern (68 Todesfälle), Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen (je 41).

Bei den beiden Fällen in Bremen handelt es sich um einen 65-Jährigen, der im Mahndorfer See ertrank, sowie um einen 64-jährigen Ruderer, der in der Weser starb.

DLRG warnt vor Kursausfällen wegen Corona

Laut Philipp Postulka, dem Pressesprecher der Bremer DLRG, haben Mitglieder des Vereins in Bremen in diesem Jahr bislang rund 14.000 ehrenamtliche Stunden geleistet. Dabei wurden etwa 150 Hilfe geleistet – zweimal mussten die Ehrenamtlichen Menschen vor dem Ertrinken retten, was ihnen auch gelang.

Die Zahl der nötigen Hilfeleistungen sei bislang geringer als in den Vorjahren. "Die Befürchtung, dass es wegen der Corona-Pandemie – in der vielleicht mehr Menschen zum heimischen Badesee gehen, statt in den Urlaub zu fahren – zu mehr Einsätzen kommt, hat sich zahlenmäßig nicht bestätigt", so Postulka. Dennoch: "Es ist eine ganz anstrengende Saison gewesen. Neben dem Rettungsdienst mussten wir wegen der Corona-Lage viele Konzepte erarbeiten."

Er warnt außerdem vor einer langfristigen Entwicklung aufgrund der Pandemie: Seit Ostern würde keine Kinderschwimmausbildung stattfinden. Daher würden unter Umständen viele Kinder nicht schwimmen lernen, was in Zukunft gefährlich werden könnte.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 17. September 2020, 23:30 Uhr