In Bremen könnten Ausbildungsplätze knapp werden

  • Wirtschaftssenatorin Vog kündigt Programme an
  • DGB befürchtet, dass deutlich weniger Firmen ausbilden
  • Handelskammer sieht für Panik keinen Anlass
Messebesucher informieren sich auf einer Jobmesse
In Brmen könnte es in diesem Jahr zu wenige Ausbildungsplätze geben. Bild: DPA | Andrea Warnecke

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bremen befürchtet, dass zum Start des neuen Ausbildungsjahres Hunderte junge Menschen in Bremen ohne Ausbildungsplatz bleiben. Diskutiert wurde das Thema auf einer Sondersitzung der Wirtschaftsdeputation. Dort kündigte Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) Programme an, um den Ausbildungsmarkt stabil zu halten. So könnte der Senat einen Ausbildungsverbund aufbauen, der zum Beispiel Azubis von insolventen Firmen aufnimmt, sagte Vogt ohne konkreter zu werden.

Die Vorsitzende des DGB in Bremen, Anette Düring, zitiert mit Sorge aus einer Umfrage der Handelskammer unter Bremer Firmen. Darin gaben 28 Prozent der befragten Unternehmen an, weniger oder gar keine Auszubildenden zum 1. September einstellen zu wollen. "Das muss uns alarmieren", sagte Düring.

Der Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Matthias Fonger sieht dagegen für Panik keinen Anlass. Er rechne damit, dass über die Sommermonate noch Ausbildungsverträge geschlossen werden. In den vergangenen Jahren habe es außerdem immer mehr Stellen als Bewerber gegeben, so Fonger weiter. Er sehe daher keine Anzeichen dafür, dass der Ausbildungsmarkt aktuell kippt.

Firmen in der Krise: Gibt es in Bremen bald weniger Ausbildungsplätze?

Video vom 8. Mai 2020
Zwei junge Auszubildende Männer und ihr Chef in der Glaserei.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 16. Juli 2020, 7 Uhr