Bremer Ärzte streiken und fordern bessere Arbeitsbedingungen

  • Rund 60 Ärzte streikten in Bremen
  • Notfälle wurden dennoch behandelt
  • Arbeitgeber nannten Streik "nicht nachvollziehbar"
Streikende Ärzte vorm Klinikum Bremen Mitte.
Auch Bremer Ärzte beteiligten sich an dem Streik.

Bremer Klinikärzte haben am Mittwoch gestreikt. Sie fordern bessere Arbeitsbedingungen und weniger Belastung. Rund 60 Ärzte legten am Vormittag am Klinikum Bremen-Mitte die Arbeit nieder – Notfälle wurden aber dennoch behandelt. Auch in anderen Bundesländern streikten Ärzte.

Die Ärzte fordern fünf Prozent mehr Lohn, Höchstgrenzen für Bereitschaftsdienste und mindestens zwei freie Wochenenden im Monat. Christina Hillebrecht, von der Ärzte-Vereinigung Marburger Bund, sagte: "Die Arbeitsbedingungen sind schlecht, schlechter als sie sein müssten. Es gibt häufig keine verlässlichen Dienstpläne. Dienste werden kurzfristig angeordnet und die Arbeitszeit übersteigt eher in der Regel als im Ausnahmefall das gesetzlich Zulässige."

Von Arbeitgeberseite heißt es, der Warnstreik sei nicht nachvollziehbar, man habe ein gutes Angebot vorgelegt. Einigen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht, droht im Mai ein Voll-Streik der Ärzte an den kommunalen Kliniken.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 10. April 2019, 19:30 Uhr