Bremer Kita-Beschäftigte bekommen mehr Geld und freie Tage

In einer Kindertagesstätte liegen auf einer Ablage Hausschuhe.

Kita-Beschäftigte bekommen mehr Geld und freie Tage

Bild: DPA | SvenSimon | Malte Ossowski
  • Einigung von kommunalen Arbeitgebern und Gewerkschaften
  • Warnstreiks bleiben vorerst aus
  • Gehalt soll in freie Tage umgewandelt werden können

Kommunale Kita-Erziehungskräfte und andere Beschäftigte in sozialen Berufen dürfen sich auf mehr Geld und Freizeit freuen. Im Tarifstreit der kommunalen Sozial- und Erziehungsdienste kam es jetzt zu einer Einigung: Die Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund DBB verständigten sich nach rund zwölfstündigen Verhandlungen mit den kommunalen Arbeitgebern auf zusätzliche Entlastungstage und monatliche Zulagen für die rund 330.000 Beschäftigten.

Weitere Warnstreiks in Bremen bleiben aus

Mit dem Durchbruch, der zunächst als unwahrscheinlich galt, wurden weitere Warnstreiks im kommunalen öffentlichen Sozial- und Erziehungsdienst vorerst abgewendet. In Bremen und Bremerhaven sind in den vergangenen Wochen mehrere Hundert Erzieherinnen und Erzieher auf die Straße gegangen, um für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen.

Verdi will seine Mitglieder in den kommenden Wochen noch über die Tarifeinigung entscheiden lassen. Den Angaben zufolge gilt es als sehr wahrscheinlich, dass der Vertrag angenommen wird. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Beschäftigten zunächst pro Jahr pauschal zwei zusätzliche freie Tage erhalten. Sie sollen künftig außerdem die Option haben, Teile ihres Gehalts in maximal zwei weitere Entlastungstage umzuwandeln. Damit wären jährlich bis zu vier zusätzliche Erholungstage für die Beschäftigten drin.

Honorierung soll an öffentlichen Dienst angeglichen werden

Die Option, Geld in freie Tage umzuwandeln, bezieht sich konkret auf eine neue Zulage, die die Beschäftigten ab Juli erhalten sollen: Neben den zusätzlichen freien Tagen bekommen Erzieherinnen und Erzieher im kommunalen öffentlichen Dienst dann monatlich 130 Euro mehr. Für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter gibt es ebenfalls ab Juli 180 Euro zusätzlich. Darüber hinaus sieht die Vereinbarung vor, dass die Berufserfahrung im Sozial- und Erziehungsdienst künftig genauso honoriert werden soll wie bei den übrigen Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 19. Mai 2022, 7 Uhr