Bovenschulte rät vor heutigem Corona-Gipfel zur Vorsicht

Bild: DPA | Jörg Sarbach
  • Videokonferenz von Kanzler und Länderchefs
  • Wohl keine weiteren strengeren Corona-Maßnahmen geplant
  • Verteilung der PCR-Tests könnte geändert werden

Es sei weder die Zeit für Lockerungen noch für Verschärfungen, sagte Bremens Bürgermeister mit Blick auf die Bund-Länder-Beratungen buten un binnen. Trotz der steigenden Inzidenzen sei die Lage auf den Intensiv-Stationen stabil, sagte Andreas Bovenschulte (SPD).

Aber wir haben auch steigende Normalbetten-Belegungen. Wir wissen nicht ganz genau, wie die Entwicklungen in den nächsten Tagen und Wochen sein wird. Und in dieser Situation, glaube ich, ist es das richtige, erst einmal den gegenwärtigen Kurs beizubehalten.

Andreas Bovenschulte, Bremer Bürgermeister

So kommen auf die Bürger zunächst wahrscheinlich keine weiteren Verschärfungen von Corona-Maßnahmen zu. Vor der zweiten Omikron-Krisensitzung zwischen Bund und Ländern in diesem Jahr zeichnen sich aber auch keine Lockerungen ab.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Vertreter aus den Ländern machten vor den Beratungen am Montag deutlich, dass die im Moment geltenden Regelungen beibehalten werden sollten. Unterstützt wird das vom Corona-Expertenrat der Bundesregierung. Das Gremium forderte in einer neuen Stellungnahme wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante aber auch Vorbereitungen für mögliche weitere Schritte.

Entscheidungen werden in der Bund-Länder-Runde unter anderem beim Thema PCR-Tests erwartet. Minister Lauterbach und die Gesundheitsminister der Länder hatten sich für eine sogenannte Priorisierung ausgesprochen: Bestimmte Bevölkerungsgruppen sollen angesichts knapper Laborkapazitäten bevorzugt Anspruch auf die besonders genauen Tests bekommen.

Auch die ab Mitte März greifende einrichtungsbezogene Impfpflicht dürfte Thema sein. Die Gesundheitsminister der Länder forderten am Samstag in Vorbereitung der Bund-Länder-Beratungen bei einer Schaltkonferenz, dass noch ungeimpften Beschäftigten etwa in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen, die ab März der Impfpflicht unterliegen, bevorzugt der neue Impfstoff Novavax angeboten wird.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 23. Januar 2022, 19:30 Uhr