Wintergäste

Christian Sievers als Wintergast

ZDF-Moderator

Christian Sievers
Christian Sievers Bild: Rowohlt | ZDF/Jana Kay

Seit etwa drei Jahren präsentiert Christian Sievers die ZDF-"Heute"-Nachrichten und das "Heute-Journal". Sein neues Buch "Grauzonen" bringt er als Wintergast mit ins Bremer Theater. Der Eintritt ist wie immer frei.

Er überzeugt mit Seriosität und Charme und setzt eigene Akzente, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Fünf Jahre hat der studierte Jurist aus Israel berichtet. Nun zeigt er in den "Heute"-Sendungen, wie sich der Nahost-Konflikt nach der Entscheidung des US-Präsidenten Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, verschärft. Christian Sievers ist der Mann, der die guten und die schlechten Nachrichten ins Haus bringt. Seit etwa drei Jahren präsentiert der Journalist, Korrespondent und Autor die ZDF-"heute"-Nachrichten und das "heute journal". Der Anchorman versteht es, eigene Akzente zu setzen, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Das wäre Sievers auch völlig fremd: Die Geschichte zählt, nicht das Privatleben, sagt er. Kürzlich ist sein Buch "Grauzonen" erschienen, in dem er die Leserinnen und Leser mitnimmt hinter die Kulissen des Journalistenbetriebs und seiner Nachrichtensendung.

 Schon als Kind fragt Christian Sievers, der 1969 in einem hessischen Dorf geboren wird, seinen Eltern ein Loch in den Bauch und reist mit ihnen begeistert durch die Welt – eine Welt, die der Junge sich auch mit den Büchern erobert, die er stapelweise in der Dorfbücherei ausleiht. Er ist acht, als die Familie ins damalige Westberlin zieht, wo er als Schüler seine ersten Straßenumfragen fürs Radio schneidet, und auch während des Jura-Studiums in Freiburg und Berlin ist er für einige Redaktionen unterwegs.

 Das entscheidende Rüstzeug für Mikrofon und Kamera erarbeitet sich der junge Journalist in den USA, beim Regional-TV in New Haven in Connecticut, wo er über entlaufene Hunde, Autounfälle und das "Haus der hundert Katzen" berichtet – "die Wundertüte des Journalismus bis heute", lobt Sievers. 

Nach der Rückkehr aus den USA muss er sich ans Aufstehen um vier Uhr früh gewöhnen: Beim Morgenmagazin, dem "Moma" aus Mainz, ist er fünf Jahre als Reporter, Redakteur und Moderator dabei und gewöhnt sich an, die Schönheit des Morgens zu schätzen: Nachtschwärmer, Frühaufsteher und Amselgesang.

 Dann wechselt der leidenschaftliche Reporter nach Israel und berichtet ab 2009 fünf Jahre lang für das ZDF aus Jerusalem und Tel Aviv, aus Gaza oder der jordanischen Wüste. Er erlebt zwei Kriege, berichtet über Bombenanschläge und Partynächte, Flüchtlingsdramen oder Regierungskrisen, vom Papstbesuch, vom Konzert der "Toten Hosen" und vom Zoo in Gaza, in dem ein angemalter Esel als Zebra auftritt und so die Kinder beglückt.

 Nun zeigt Christian Sievers seit seiner Rückkehr aus Tel Aviv in den "heute"-Sendungen, wie sich der Nahost-Konflikt verschärft, jüngst durch den eskalierten Konflikt zwischen Israel, Syrien und Iran. Das ist nur eines von vielen brisanten Themen, die der 49-Jährige mit wenigen Sätzen einordnet und verständlich macht.

 Was liebt Sievers am Journalismus? "Am Morgen aufstehen und nicht wissen, was der Tag bringt", sagt er. Zugleich betont er, was ihm wichtig ist in der aktuellen Debatte um "fake news" und unsichere Nachrichtenquellen: "Wahrheit braucht Zeit."

Live im Theater Bremen

Während des Live-Gesprächs mit Christian Sievers können Sie einen Kaffee oder ein Frühstück genießen. Für die samstägliche Kaffeehausatmosphäre im Bremer Theater sorgt das Team vom Theater Bremen und vom Theatro. Dazu servieren wir stimmungsvolle Musik. Der Eintritt ist wie immer frei.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, 17. Februar 2018, 11:05 Uhr